hoffen ist ein neuer tag

  • Perry
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es ist der leichte schmetterling
der mich mühsal ertragen lässt
wiegend im wind wird schwer
mut zum flatternden segel
 
abendrotes leuchten verschweigt
das lichtlose der finsternacht
an deren ende mir der morgen
röte ins aufbruchgesicht treibt
 
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Hallo Perry,
 
diese Gedanken gefallen mir.
Deine Medizin gegen Schwermut und Mühsal: die Betrachtung eines Schmetterlings, der so leicht durch die Lüfte flattert. (In einem übertragenen Sinn würde auch die Hummel gut in dieses Bild passen, meine ich.)
Die zweite Strophe ist schwieriger für mich zu fassen. Der neue Morgen, der dem LI 'Röte' ins Gesicht 'treibt', kann für einen gesunden Schlaf stehen, für Reflexionen der Morgensonne, für den Zorn des LI … Das 'Aufbruchgesicht' ist eine tolle Wortschöpfung, finde ich klasse.
 
Dein Gedicht verströmt, trotz 'Mühsal', 'Schwermut' und 'Finsternacht' eine tröstende Leichtigkeit, fast Heiterkeit. Denn jeder neue Tag steht für eine neue Chance, für die Möglichkeit der Veränderung, für den 'aufbruch': „hoffen ist ein neuer tag“.
Perry, ich lese dein Gedicht als ein Mutmachgedicht.
 
Sehr gern gelesen
LG
Berthold
 
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Hallo Berthold,
der Schmetterling zeigt uns, dass man trotz der eigenen Verletzlichkeit die Böen des Lebens meistern, ja sogar als Aufwind nutzen kann.
Was Eos bzw. Aurora die Göttin der Mörgenröte anbelangt, ist es wohl mehr ein wohliges Erröten, das der Morgen dem LI ins Gesicht treibt.
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Mit Begriffen wie Mutmachgedicht, Aufbruch und Heiterkeit hast Du weitere passende Nuancen des Textes herausgelesen.
Danke fürs Treiben lassen mit den Bildern und LG
Perry
 
  • Perry
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