Im Labyrinth

  • Ersteller Ersteller Bea
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  • Joshua Coan
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Bea

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Lange Gänge, feucht und kalt,
dunkle Keller, muffig alt,
finst're Schächte ohne Leiter
führen tiefer, immer weiter,
kahle Wände ohne Zier,
keine Fenster, keine Tür.
 
Er durchwandert Tag für Tag,
was er nur durchwandern mag,
auf dem Bauch und auf dem Rücken
kriecht er durch die engsten Lücken,
ohne sich je auszuruh'n
sucht er wohl etwas zu tun.
 
Hat er dann das Ziel erreicht,
wird das Herz ihm froh und leicht,
fragt nicht lang, wieviel des Lebens
er gesucht hat, schon vergebens,
nun erobert er, der Wurm
seine Würmchenfrau im Sturm!
 
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Clever
 
Sucht sich ein Würmchen eine Frau
und krabbelt dabei ungenau
der Oberfläche wild entgegen,
so liegt es irgendwann im Regen.
 
Drum denkt ein Würmchen meist exakt
und wurmt sich, in Kompost gepackt,
zu einer Frau, die, ganz passabel,
viel weicher ist als Amsels Schnabel.
 
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Das kam mir ganz spontan, als ich dein Gedicht gelesen hatte.
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Es hat mich auch ein bisschen an Bücherwürmer erinnert.
Schön gedichtet!
Freundliche Grüße
 
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Formidable!
Da will man doch gleich mit durch den Dreck robben.
Ein wirklich liebenswertes Gedicht.
 
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  • Joshua Coan
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