Im Licht

  • Yue
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Wolken erzählen der erde den regen
wenn ihnen die stimmbänder reißen, fällt schnee.
 
die knospen junger bäume zerspringen im licht.
und ausgesetzte worte finden zurück
 
in die stimme, die sie verriet. wie schön sie sind.
im osten schleichen die berge gen himmel
 
an ihren köpfen streift er die haut ab, die er über
die täler spannt. krähen sammeln sich.
 
der abgeknickte ast einer pinie ragt über den weiher
der sich in den augen spiegelt. wie leicht,
 
hast Du gesagt, sind wir am ende des tages,
wenn die vögel in ihre lieder finden, der wind
 
im winterglas steht, die knospen
ein zweites mal springen. Ich lasse sie los
 
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Hallo Patrick,
gefällt mir gut dieses imaginäre Zwiegespräch.
Nicht auflösbar war für mich das "er " in der 4. Strophe,
ansonsten steht der leicht surrealistische Hauch den Bildern gut.
LG
Perry.
 

Yue

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Mir gefällt die erste Zeile so gut
[QUOTE='milchmirzucker]Wolken erzählen der erde den regen
[/QUOTE] ... denn sie hat so etwas Vertrautes an sich.
Ich habe schon die ganze Zeit überlegt was es ist, aber wahrscheinlich diese Vermenschlichung der Vorgänge, die einen irgendwie daran erinnern das wir Menschen auch Teil der Natur sind.
Das Gedicht erzählt so wunderschön wie eines aus dem anderen entsteht, unaufhaltsam, wieder und wieder, ohne das wir es festhalten können.
Ganz toll!
 
LG Yue
 
  • Yue
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