Im Nebelreißer

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Man stelle sich ein mittelalterliches Gasthaus vor, düster, ein wenig heruntergekommen. Die Gesichter der Männer und Frauen an den Tischen sind in Schatten gehüllt, Rauch treibt in Schwaden durch den Raum. Auf der kleinen Bühne steht ein Mädchen mit wirrem Haar, die Kleider zerlumpt, der Blick voll Furcht. Nur ihr Lied weiß zu sagen, wie sie sich fühlt, die kleine Lyria, und welchem Grauen sie tagtäglich in dieser Schänke ausgesetzt ist, die Seelen verschlingt wie eine hungrige Bestie...
 
Wo bunte Nebel wallen
Und böse Zungen lallen,
Lass alle Ehre fallen:
Im Bauch der Bestie!
 
Da, wo die Schatten fließen,
Sich über uns ergießen,
Aus jeder Ecke sprießen:
Im Bauch der Bestie!
 
Wo leere Blicke gleiten,
Sich Worte rasch verbreiten
Und durch die Lüfte schreiten:
Im Bauch der Bestie!
 
Wo Winterwinde wehen,
Die Stunden schnell vergehen,
Tragödien entstehen:
Im Bauch der Bestie!
 
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Hallo Dr. Karg,
 
hab es zuerst nicht ganz verstanden. Aber nein, für dieses Gedicht gabs keine Vorlage. In diesem Sinne.
 
lG
Wolfi
 
  • Wolkenwolf
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