Feedback jeder Art Im Wolkenbruch

Hier gelten keine Vorgaben mit Ausnahme der allgemeinen Forenregeln.
  • Sternwanderer
    letzte Antwort
  • 6
    Antworten
  • 378
    Aufrufe
  • Teilnehmer
Autorin
Registriert
20.11.18
Beiträge
2.318
Im Wolkenbruch
 
verwässern die Tränen
 
unsichtbar so jeglicher Schmerz
 
zerflossen sind längst meine Spuren
 
nichts mehr zu sehen von meiner Existenz.
 
 
 
Völlig durchweicht ist die Körperhülle, deren Bedeckung triefend nass an mir klebt.
 
 
 
 
Meine Silhouette, die unkenntlich verzerrt
 
liegt im Spiegel einer Pfütze, in der ich hilflos zu ertrinken droh.
 
 
 
 
Aufgequollen sind meine Gedanken, zerstörend fordern sie mehr Raum.
 
 
 
Wie ferngesteuert ist mein Wille
 
schachmatt wurd er ins Aus verbannt.
 
Freie Bahn hat das tosende Unglück
 
das mir wüst entgegen schreit:
 
 
„Es wird nun Zeit!“
 
 
 
© Sternwanderer
 
 
 
Autorin
Registriert
14.04.21
Beiträge
1.187
Liebe Sternwanderer,
 
Beängstigend.
Ein Schmerz der das Leben auslöscht und bloßes Existieren übriglässt.
 
Du hast, ohne ihn direkt zu benennen einen Seelenzustand beschrieben, den man fast nicht beschreiben kann. Absolut gelungen.
 
Liebe Grüße
Sali
 
Autorin
Registriert
20.11.18
Beiträge
2.318
Danke,  @SalSeda, liebe Sali.
 
Ich freue mich, dass ich dich mit meinem Text erreichen konnte.
 
 
LG Sternwanderer
 
Autorin
Registriert
20.03.21
Beiträge
1.162
Liebe Sternwanderer,
 
ich finde auch, dass es ein sehr schönes und gelungenes Gedicht ist! Ich fürchte, dass ich mehr kaputt als gut mache, wenn ich die zarten Zeilen zerpflücke!
 
Es fällt auf, dass das Ich in die Umwelt hineinfließt oder umgekehrt - dass es kaum Grenzen gibt, aber diese Umwelt und das Geschehen in ihr tut dem empfindsamen LyrIch nicht gut.
 
Das Ende: "Es wird nun Zeit" deute ich intuitiv als die Aufforderung, nun loszulassen.
 
Sehr, sehr ergreifend!
 
LG Nesselröschen
 
Autorin
Registriert
20.11.18
Beiträge
2.318
Liebes @Nesselröschen
 
 
ganz herzlichen Dank.
 
Das Geschehen in den Zeilen hast du sehr gut interpretiert.
 
 
Ja,
Lyrich fließt aus seinen Schutzdämmen heraus in eine unkontrollierbare und zerstörerische Strömung, die es mitreißt und vor die Entscheidung stellt nur noch die EINE finale Grenze zu überschreiten, die es in die ultimative Welt hinein katapultiert, die heilversprechend ist – doch wird LI diesen letzten Schritt gehen? Die Entscheidung soll der Leser für sich ganz allein treffen.
 
 
LG Sternwanderer
 
Registriert
26.05.19
Beiträge
549
Unter dem Deckmantel des Wolkenbruches dürfen Gefühle und Tränen fließen. In Selbsterkenntnis erhört man das Herz und den inneren Schrei.
Tiefgehende Zeilen sehr ansprechend umgesetzt.
 
MfG
 
  • Sternwanderer
    letzte Antwort
  • 6
    Antworten
  • 378
    Aufrufe
  • Teilnehmer

Empfohlene Themen

Beliebte Themen

Oben