Feedback jeder Art In der Ferne

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Ich hol dir Sterne aus dem Auge​
Der dunklen kalten leeren Nacht​
Und werfe sie zurück in die Ferne​
Wo niemand dort über sie wacht​
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Und wenn sie weinen brennt das Licht​
Sie funkeln einsam wimmern leise​
Sprechen stumm ohne Gesicht​
Leiden still auf ihre weise​
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So leide dort auch ich…​
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Autorin
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Hallo, Joshua,
 
ein schönes Sehnsuchtsgedicht und gelungene Metaphern! Sehr gut gefallen mir die Sterne aus dem Auge der Nacht! Sie sind Gefangene der dunklen, kalten, leeren Nacht. Durch die Geste, mit der das LI die Sterne befreit, versucht es, sich selbst zu befreien.
 
Hier finde ich durch die Satzkonstruktion den Übergang von einer zur nachfolgenden Zeile etwas schwer:
Und wenn sie weinen brennt das Licht


Funkeln einsam wimmern leise
 Vielleicht noch ein "Sie" davor: "Sie funkeln einsam ..."?    Leiden still auf ihre Weise.
 
Sehr schön auch das Ende - die letzte Zeile!
 
Gerne gelesen und mitempfunden!
 
LG Nesselröschen
 
Autor
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Ich deute dein Gedicht als Ausdruck von Trauer über Tod und Trennung und der pessimistischen Gewissheit über ein endgültiges Ende. Die Pointe finde ich wirklich gut gelungen. Das Licht aus den Augen erloschen - in der Trauer bin auch ich abgetrennt von allem, irgendwo da draußen. Schön erzählt und auf seine Weise klar wie eine kalte Sternennacht.
VLG Peter
 
Autor
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Hallo Joshua,
ich glaube, du hast aus den Augen deiner Freundin etwas Glitzerndes entfernt, was wie Sternenpulver aussieht. 
 
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Du erzeugst eine melancholische Stimmung. Das Leid wird von Wort zu Wort greifbarer. 
Sehr schön
Liebe Grüße Ilona 
 
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Hallo zusammen! 
 
Es freut mich wie immer eure Kommentare zu meinem Gedichtchen zu lesen. Vor allem wenn so ein absichtlich interpretationsoffen gehaltenes Gedicht, von jemanden für sich übersetzt wird. Vielen Dank dafür!
Meine eigenen Gedanken dazu? Die sind etwas düsterer geraten. Schwarz wie eine sternenlose Nacht. 
Da kommt Carlos schon nah dran mit etwas aus dem Auge -dem Tor zur Seele- herausgeholt zu haben. Das LI holt die Seele seines Gegenübers durch das Auge heraus, und lässt sie in die leere am Himmel ziehen, wo sie so lange einsam leuchtet mit ihrem Blinken und Funkeln bis sie verlöscht, unfähig jemanden oder etwas zu erreichen, außer mit ihrem stummen Licht. Wer wäre so grausam so etwas zu tun? Ich weiß es nicht. Ich glaube aber auch dass es genug finstere Gestalten gibt, die diesen Sternenhimmel gerne betrachten... ebenfalls aus der Distanz natürlich, wobei sie selbst wohl auch ihre eigene Seele dort vermissen, in der kalten leeren Nacht. 
In diesem Fall hab ich die Sterne zu Seelen gemacht. Kleines Gedankenspiel. Muss man nicht verstehen, fühlen reicht. 
 
Eure anderen Erklärungen gefallen mir ebenfalls und treffen auch zu. Denn die Deutungshoheit über den Inhalt hab ich an den Leser abgegeben und meine eigenen Sicht, nur eine von vielen. 
Vielen Dank:
@Nesselröschen 
@Ponorist
@Ostseemoewe
@Carlos
 
LG JC
 
  • Alexander
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