Feedback jeder Art Kaltes Licht

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  • Frank Gehlert
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Kaltes Licht
 
 
Sie putzt und säubert für ihr Leben
Verliert sich in Vollkommenheit
Will immerfort nach höherem Streben
Perfekt verwaltet sie die Zeit

Sie liebt es Dinge zu verschenken
Hineingeboren in Applaus
Kann auch ihr Umfeld trefflich lenken
Und sieht dabei bezaubernd aus

Doch nachts vergräbt sie sich im  Kissen
Ihr Fluchtpunkt trocknet niemals ab
Die Nähte sind schon ganz verschlissen
Hier hält die Wahrheit sie auf Trab

Verloren in der Welt des Scheines
Gibt sie der Zeit auch kaum noch halt
Dabei wollt sie doch etwas Kleines 
Die Lebensschulter zeigt sich kalt

Derweil sieht sie fast jeden Morgen
In Augen der Verlässlichkeit
Sind warm, bescheiden, löschen Sorgen
Doch ihr Geschmack sieht ihn zu breit

Blind stochert sie im Pool des Lebens
Weil sie nur nachts im Kissen denkt
Doch tags verbrennt ihr Licht vergebens
Weil Kälte in die Irre lenkt
 
Autorin
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21.03.21
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1.190
Hallo, Frank
Mir gefällt dein Gedicht total gut, es lässt sich wunderbar lesen und beschreibt gekonnt den äußeren Schein des Li und die waren Gefühle hinter der Maske. 
es grüßt Pegasus
 
Autorin
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20.03.21
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Hallo, Frank,
 
sehr geheimnisvoll, und die Aussage ist nicht leicht zu erkennen! Ob es sich bei dem "Kleinen" um ein Kind handelt?
 
In den ersten beiden Strophen ist die Person sehr gut beschrieben: eigentlich eine Siegerin (in einer kalten, unaufrichtigen Welt). Sie selbst hält die Fassade aufrecht. -
 
Die Lebensschulter zeigt sich kalt
Ist die Schulter zum Anlehnen gemeint - der Partner?
 
Es hört sich für mich an, als wäre das Gedicht in einem Moment des Frusts in der dritten Person geschrieben worden und wollte weniger auf etwas Bestimmtes hinaus, sondern eher ein Gefühl beschreiben.
 
Nichtsdestotrotz habe ich es gerne gelesen! 🙂
 
LG Nesselröschen
 
 
 
 
Registriert
19.04.18
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Hallo Nesselröschen
 
Danke für dein Interesse an meinem Gedicht. Die kalte Lebensschulter ist hier eine Metapher, um die Lebenssituation zu umschreiben, in die sich das LI gebracht hat bzw. gebracht wurde. Verzweifelt letztendlich am unerfüllten Traum von einem Kind. Ich hingegen hege gegenüber dem LI keinerlei Groll. Da ich schlank, sportlich und verheiratet bin, entspringt sie gänzlich meiner Fantasie.😊Im Fazit hat sich die Oberflächlichkeit der Welt in ihr abgefärbt.
 
Ich danke dir sehr, dass du dir Zeit genommen hast, meine Zeilen zu lesen🤗 
LG Frank 
 
  • Frank Gehlert
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