kein irrtum

  • Timo
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I.
 
ein gesicht anschauen
 
notausstieg kein drängeln kein alarm
 
in den bahnhöfen drück knopf steig ein
 
das hören das sagen zum fahrplan auch proklamiert
 
im untergrund die vision von ankommen
 
und dann
 
schultercheck ein man weiter auf aus
 
konfrontation reklame blinkt mich an und die eine weiter
 
meerjungfrau von stunde 12 auf abwärts komm
 
tritt hinaus schnell der bewusstlose sog wie gravitation
 
meines tetrapack saftes auf der rolltreppe hinab
 
auf die blaue jeans verschüttet
 
 
 
II.
 
dein gesicht will ich zeichnen
 
mitunter die zeit radieren
 
der schraffur und schatten lichtfall
 
fluchtpunkt erinnerung bogen papier
 
im wind ein amor bengel wie ein nervendes insekt
 
im sommer am schlimmsten vor meiner sicht
 
darum zeichne ich nie
 
schwärmerisch verkannt
 
die eignen randnotizen zu dulcinea
 
und durcheinander in augenblicken
 
mir scheinen bilder leer genug getrunken
 
um das gesicht zu schauen
 
balance akt schwindel und trotz
 
durch all diese zufälligen figuren greifen
 
ist nah
 
ist nichts
 
hat diesen blick
 
 
 
/t.
 
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hey timo,
 
das gefällt mir von der art her sehr. besonders schön:
"im untergrund die vision von ankommen"
ich gehe jetzt ein wenig
durch all diese zufälligen figuren reifen
smile.png.f906b075d0d635c0b59813836a4af7e8.png

sie hätten wohl auch meine während der bahnfahrt sein können...
 
gruß
 
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Vielen Dank für den Kommentar!
T.
 
  • Timo
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