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  • Windreiter
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Seit ich denken kann, denke ich;
hierhin, dahin, dorthin.
Doch was denke "ich" wirklich?
 
Seit ich greifen kann, greife ich;
Hierhin, dahin, dorthin;
Doch wohin greife ich wirklich?
 
Seit ich laufen kann, laufe ich;
Hierhin, dahin, dorthin;
Doch wohin laufe ich wirklich?
 
Seit ich tätig sein kann, bin ich tätig;
Hier, da und dort - einfach überall;
Doch was tue ich wirklich?
 
Seit ich helfen kann, helfe ich;
Diesem und Jenem, hierbei und dabei;
Doch wem helfe ich wirklich?
 
Am Ende des Lebens, bin ich erschöpft;
vom Greifen, vom Denken, vom Laufen,
vom Tätigsein und Helfen.
 
Von all dem müde geworden
begreife ich;
 
- was ich wirklich gesehen habe,
- wonach ich wahrhaftig gegriffen habe,
- wohin ich wirklich gegangen bin,
und was für ein Narr oder Weiser ich war.
 
road-4088226.jpg
 
Autorin
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Hallo lieber @Windreiter,
 
sehr starke Gedanken lässt du hier stehen, ich musste eine Weile darüber nachdenken.
Anfangs ging es mir mit den Wiederholungen ähnlich wie Ferdi, aber jetzt nach öfterem Lesen finde ich, passt es doch ganz gut und gibt so deinen Gedanken auch mehr Kraft und Bewusstsein. Toll geschrieben!
 
Liebe Grüße
Lina
 
Autor
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Lieber Ferdi, liebe Lina, vielen Dank für die netten Feedbacks und Kommentare. Freut mich, dass ich Euch damit inspirieren konnte. Tatsächlich habt Ihr mich aufmerksam gemacht, es nochmal zu lesen und etwas zu "verschönern": Ursprünglich begann ich so: ... seit ich denken kann, greife ich...
Das habe ich nun geändert und hoffe es passt auch v. der Logig eher.
Und das Komma zum Schluss; nun, das sollte bewusst so sein. Zum Innehalten, Luftholen und Nachsinnen.
Herzlichst
der W.
 
  • Windreiter
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