Leerenvoll

  • Nesselröschen
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Wenn die Stille flüstert sanfte Seide, 
in das tiefe Tal der Nacht. 
Tauch ich ab in Traumgeschmeide
und werde auf den Grund gebracht. 
Abgelegte Alltagsschwere,
entkleidet bis zur Sehnsucht nackt. 
Erfüllt von wundersamer Leere, 
gelassen, frei und doch gepackt. 
Der Weltensprung ist viel zu leicht, 
entscheidungsschweres hin und her.
Weil auf beiden Seiten Sehnsucht gleicht 
der Unerreichbarkeit zu sehr. 
So frage ich mich antwortlos, 
wohin soll ich mich noch träumen?
Fand bisher Luftschlösser bloß, 
prall gefüllt mit leeren Räumen.
 
 
Autor
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19.07.21
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72
Hey Soulsearchinsun
 
Leerevoll
Traum, Sehnsucht, Entscheidungsschwere
Unerreichbarkeit, leere Räume
 
DASEIN ? !
 
Wirklich da sein wo wir gerade sind
mit und in unserer Seele.
Wäre das dann Vollsein?
 
Danke für dein wirklich interessantes Gedicht
Herzliche Liebe Grüße
INDI PASHA
 
 
 
Autorin
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Hallo, Soulsearchinsun,
 
ein schönes Gedicht mal mit einer anderen als der üblichen Leere: eine "wundersame Leere" - die kann man mögen! Man ist:
gelassen, frei und doch gepackt. 
 
Feine Metaphern, die einen unmerklich ins Traumgeschehen hineinziehen: "Wenn die Stille flüstert sanfte Seide ... Tauch ich ab ins Traumgeschmeide"
 
Die Träume der Nacht scheinen den Tagträumen doch etwas voraus zu haben, denn in den Luftschlössern findet sich wirkliche Leere.
 
Es gefällt mir, wie du schreibst!
 
Lieben Gruß
 
Nesselröschen
 
 
  • Nesselröschen
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