[QUOTE='Perry]Hallo Frank,
dann will ich mal versuchen die losen Enden miteinander zu verknüpfen, die da wären :
der Wurm im Publikum ./ Pubs, Furzen ./ Dichteragen ./ Klaus Kinskis - Jesus Christus Erlöser
...eine Reflexion von Klaus Kinskis Querelen bei der Uraufführung seiner Rezitation „Jesus Christus Erlöser“ zu sein ... Insgesamt vielleicht eine Art Hommage an das Enfant terrible des Deutschen Films
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Die ewige Spannung zwischen Künstler und Publikum ...
- da kann der Wurm im Publikum sein ...
- da kann der Vortragende eingebildet sein,
aber es muss ja nicht so sein „lös dich“ von möglichen Ängsten und überwinde ...
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Was allerdings den Pubs und das Furzen anbelangt, muss ich passen.
LG Perry
[/QUOTE].
Hallo Perry,
ich greife mal vorweg einige Punkte deiner Gedanken heraus denen ich sofort mitgehe
Parallel ist hier sicher auch eine Hommage (unterschwellig) an den mMn großen Schauspieler Klaus Kinski unterlegt intertextuell möglich ableitbar bzgl des Verweis' meines eingebauten Zitats aus dem Bühnenstück ... und wenn hommage'esk, dann für mich zu Kinski im pro_Sinne des Wortes "Schau spielen; Schau Spieler"... ./
ist hier sicher ebenso die Uraufführung Jesus Christus Erlöser, von Kinski geschrieben, inszeniert und ein-Mann vorgeführt ein für mich u.a. paradendes Beispiel dafür, welche Funktion das Publikum, anwesend zu einer bühnischen Inszenierung pro und kontra aprior hat ... bis hin, sich ein Publikums-Pöbel herausnimmt, die künstlerische Veranstaltung zu stören,
ja sogar zu Fall bringen will ... wie z. B. in diesem Stück / Veranstaltung grusligst und hirnlos versucht wurde,
Passieren diese Störungen ja genauso anderen Aufführungen, immer wieder überall ... egal ob bühnisch oder z. B. im Kino oder bei life-Studio Anstaltungen ... oder bei life-Performances oder oder ... ;-)
Hat Der Publikum die wunderbare Chance (während der Veranstaltung)
mitzugehen,
beizusitzen,
abzulehnen,
sich zu langweilen,
zu rezipieren,
zu reflektieren ...
in sich selbst ,
mindestens zunächst bis zum Ende der Veranstaltung ... mMn doch der apriore Grund überhaupt, eben Publikum zu sein, sein zu dürfen, mMn.
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* Der zerstörende Pöbel hat natürlich anderes im Sinn; deswegen auch schrei_Pöbel in seinem einzigen Selbstwert ...
sagte mal Kinski (inhaltlich) provokant, überspitzt sehe ich übrigens genauso ...
wenn schon der unauflösbare Gegensatz von künstlichem Bühnenstück und Publikum, ist zu allererst das Stück selbst Herr in diesem Hause, am Ort. Sind wir anderen, aktive und passive Lauscher bis zum Ende der Aufführung. Danach kann man um seine Meinung mit den Baumwurzeln und Hyänen speien.
Und genau darum geht es mMn dem Stück hier gleichsinnig. ... lausch dem Stück, der Aufführung bis zum Ende und falls, mittendrin ... lös dich von deiner dich selbst zerstörenden Rebeliion dagegen, verpasst du nicht nur das Stück in seinerselbst, verpasst du mehr und mehr deinen eigenen und eigentlichen Grund, warum überhaupt.
Und, natürlich ist der Text zugespitzt. So auch die Wortung "Pubs" und "Furzen", die natürlich mit dem ursprünglichen Wortsinn nicht die Bohne zu tun haben , ;-) ... der kleine einfältige Pubs, der mal wieder einzig bläh rumfurzt ... als sein Hirn auch mal vorab einzuschalten
... so gemeint.
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... geht dann der Wert "Publikum" im Text gegen Ende hin über das bühnisch Umzäunte hinaus in die Ebene ins Leben auf dem Asphalt hinein, sind wir dort letztlich zu jeder Zeit 'auch' Publikum, und können uns dort, in unserem teilweisen, lauten und schweigenden Rumschreien nicht immer damit rausreden:
... bin doch nur Publikum.
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Perry, mal bis hierhin soviel meiner Gedanken zu deinen dazugelegt ... sage dir wieder ein sehr Danke für dein Befassen mit diesem echt und bewusst so verzahntenText, der sich nicht gleich in seinem gesamten Zahnradwerk outet ... und doch, mMn, geht's hier deutlich um die Funktion des Publikums denk ich mir , ;-) ... mit dem angehauchten, intertextuellen Schlenker zu Kinski hin;
ein Tschüss, Frank ...
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