Feedback jeder Art Mein Leid - Dein Leid - Unser Leid

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  • Monolith
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Mein Leid – Dein Leid – Unser Leid
 
Früher
 
als die Welt
noch in Ordnung war
zeigte sie mir alle Farben
 
Heute
 
wo sie
aus den Fugen gerät
sehe ich Tränen und auch Narben
 
Morgen
 
ist sie Schwarz gewandet
und umsonst fliegen
 
Blumensamen
 
© Monolith
 
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@Monolith Hallo das sind ja düstere Aussichten - aber leider verdammt realistische.  LG Stephan
 
 
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Hi @Monolith
 
erschreckend genial gut formuliert! 
Ich lese den Lebenszyklus eines Menschen, von den Kindertagen, bis zum unausweichlichen Grab. 
Gleichzeitig macht der pessimistisch angehauchte Titel deutlich, dass wir alle gleich leiden im Leben. Aber vielleicht auch mit einem Anstrich Farbe, da "unser Leid" geteiltes Leid bedeuten kann, und vier Schultern tragen mehr als zwei. 
 
Minimalistisch gut formuliert.
LG JC
 
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Liebe Monolith,
 
Mir gefällt das Minimalistische, mit wenigen Worten ist alles erzählt.
Ob die Welt früher wirklich noch in Ordnung war ... Das kann auch täuschen.
 
Gerne gelesen
und mit Gruß!
Uwe
 
 
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@Stavanger
 
nicht nur kann es täuschen, es ist eine Täschung das anzunehmen. In Ordnung war die Welt noch nie. Sie wird durch Lug und Trug unseres Gehirns mit einer Vergangenheit verklärt, die es außer in der erzeugten Erinnerung, so nie gegeben hat. 
Das Gehirn verdrängt gern schmerzliches, und glorifiziert (richtig geschrieben??) alle schönen Momente. 
Aber das weißt du ja bereits...
 
Bei mir ist es übrigens recht ausgewogen. Früher war alles besser und es wird immer besserer, merke ich. 
 
LG JC
 
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Hallo @Wannovius  @Joshua Coan   @Stavanger 
 
 
Ich freue mich, das meine eher einfachen Zeilen euch erreicht haben und weniger kryptisch zu lesen sind - manchmal ist weniger tatsächlich mehr.
 
 
Es sind wirklich schaurig düstere Aussichten, stimmt und unwirklich real, denn unsere Welt wird eines Tages Trauer tragen und kein Blumensamen wird mehr gedeien können.
WIR hier in diesem schönen Forum werden diese Apokalypse wohl nicht erleben - hoffentlich. Das war der grundlegende Vater des Gedankens meiner Verse und auf zweiter Ebene, das hat Joshua so schön erkannt, liest man über das zu Ende gehen eines Seins.
 
Natürlich war die Welt nie in Ordnung, doch diese Ansicht musste ich einfach bringen, da der Mensch zum glorifizieren neigt, was absolut in Ordnung ist. Wären alle Erinnerungen so wie erlebt, was würde unsere Seele aushalten müssen?
 
Deinen Schlusssatz, lieber Joshua, möchte ich besonders hervorheben:
 
Früher war alles besser und es wird immer besserer, merke ich.
 
 
Das kann ich nur bestätigen, denn die Lebenserfahrung trägt dazu bei. Das Ungestümtheit der Jugend relativiert sich und gibt der Bedachtheit den nötigen Raum.
 
 
Ich bedanke mich für eure Lesezeit (sowie bei allen anderen Lesern) und Likes. Danke auch für deine Zeit und das Like @Josina
 
 
MfG
Monolith
 
  • Monolith
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