Minnespiel

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Minnespiel
 

Verdamm das Wort mein Herz, so schwach


welch schillernd Versen Odem haucht,


mit Phrasen hoch, und tief erlaucht


ist ach, doch hohl dies Liebgemach.

 

Versag des Mammons stumpfer Gabe,


die’s nur vermag das Aug zu blenden


um gülden scheinend Sinn zu schänden,


zu giften so dem Gut und Habe.

 

Trau einzig meiner Lippen Schwur,


der wortlos noch dein Antlitz kost.


Bei Unbill sei er so dein Trost


und Bote meiner Liebe nur.

 
 
für einen Engel.
N.J.B. 26.10.2008
 
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Hallo Torsul,
 
die zweite und dritte Strophe sprechen mich absolut an,
während ich S1 als gestelzt und unwirklich empfinde.
Wahrscheinlich ist auch ein Fehler drin:
Verdamm das Wort mein Herz, so schwach
welch schillernd Versen Odem haucht,
...
Soll das wirklich 'Odern' heißen oder eher 'Oden' 
Im Prinzip nicht schlecht, den alten Meistern ähnlich im Wortaufbau.
Umarmende Reime abba, das mag ich.
 
Mit Gruß,
Tigerauge
 
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Da steht doch "Odem"...
Sieht kursiv nur ein wenig so aus... :wink:
 
Das ganze Gedicht sagt mir zu, wirkt jedoch alles sehr hochgetragen... :wink:
 
lg David
 
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der Sinn der ersten erschließt sich mir nicht.
Vielleicht fehlt mir da ein sinngebendes Komma,
ich weiß es nicht, aber ich finde keine
Aussage, mit der ich einen Bezug zum Rest herstellen könnte...
 
Aber handwerklich schön...
 
LG DAXi
 
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Hallo mein König, hast hier wider etwas schönes gezaubert :mrgreen:
habs mit freuden gelesen
 
Alles Liebe
Angel
 
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Dank euch Kommentierern ^_^
 
@Tiegerauge: Hey die sollten alle gestelzt wirken :lol: Und ein Fehler ist da nicht, wie Knigg3 bereits erläuterte meinte ich in der Tat den Odem, ein altes Wort für Atem.
@Knigg3: dan wirkt es wie es sollte ^^
@Angel: es lacht mein Herz, konnte es doch ihre Hoheit erfreuen :mrgreen:
@frechDAX: Die erste Strophe fordert das Herz (ob nun mein eigenes Dichterherz oder meine Herzdame sei dir überlassen) auf nichts auf hochtrabende Verse und Zeilen zu geben, das geschriebene Wort oder die gesungene Dichtkunst als Liebesbeweis nicht anzuerkennen, da Worte auch Lügen beherbergen können. Das Liebgemach soll auf die Botschaft (die Liebeserklärung) anspielen, "hohl" eben auf die mögliche Falschheit. Strophe zwei spinnt den Faden weiter und verbietet jetzt auch noch Gekaufte Geschenke hinter denen ebensowenig Gefühl stecken kann wie hinter Worten. Und die letzte rät auf was du bauen darfst: dem wortlosen Schwur der Lippen :wink: Jedenfalls wars so gedacht^^
 
nochmal Dank euch allen
 
lg Torsul
 
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darstellst, müßte es ja Liebe ohne einen Vertrauensvorschuß geben...
 
Und das halte ich für abwegig,
aber in sich ist es dann schon
nachvollziehbar...
 
Ich denke bei Gedichten maximal um 3 Ecken,
und das auch erst, seitdem meine rastlose
so schreibt
 
LG DAXi
 
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:lol: Liebe ist doch immer auch ein wenig Glücksspiel und manche fang ja mit küssen an
 
lg Torsul
 
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Hi torsul,
es ist dir ein sehr tiefsinniges, aber auch leicht angehaucht trauriges Werk super gelungen.
LG die Rastlose
 
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Durch deine Erklaerung ist die erste Strophe ueberfluessig geworden. Die 2. ist kongenial. Die 3. ist Geschmackssache. Du bist zwar weg vom weniger ist mehr aber trotzdem kommt ein Fluss erst durch verwandte Bilder zustande, wo die Worte dann allerdings nur noch Beiwerk sind. Ich glaube darin lag deine Intention.
 
LG RS
 

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