Feedback jeder Art Nebelleuchten

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  • Frank Gehlert
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Nebelleuchten 
 
Zitternd drückt die Hand die meine
Glücklicher kein Augenblick
Das Alter stellt ihr ständig Beine
Behält noch trotzig ihren Schick

Sie glaubt, in mir den Mann zu kennen
Der Schein trügt ihr, die heile Welt
Verkennt Jahrzehnte, die uns trennen
Hab ihren schlafend Geist erhellt

Von Zufall Glück wurd sie entschleiert
Das Schicksal gab ihr meine Hand
Erinnerung zutiefst gefeiert
Dementer Leere weggerannt
 
Autorin
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hallo frank,
 
dein gedicht um eine demente person gefällt mir. sehr feinfühlig und berührend geschrieben. auch der titel ist treffend. wie die schlussleuchten den nebel zu durchdringen vermögen, so lang er nicht zu dicht ist, so blitzt ab und zu ein wacher moment, ein erinnern oder erkennen durch den verstand eines demenzkranken.
 
im gedicht glaubt das lyrische Du, eine vertraute person in dem zu erkennen, der seine hand hält. und auch wenn das nicht wirklich die vertraute person ist, so löst diese erinnerung eine freude und glückseeligkeit aus, für die es sich für das LI lohnt, die fassade aufrecht zu erhalten. manchmal ist das fühlen wichtiger als die wahrheit.
 
danke fürs teilen.  :smile:
 
liebe grüße
sofakatze
 
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Hallo Sofakatze
Du hast genau meine Gedanken und den feinen Sinn meiner Zeilen verstanden. Du hast also mich verstanden, was mich sehr glücklich macht. Gerade bei diesem Thema wollte ich Liebe und Fürsorge mit Sensibilität transportieren. 
LG Frank 
 
  • Frank Gehlert
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