Hallo Margot,
Hallo Sternenherz,
ich kopiere mal die Seite hier her, ich hoff das darf man. Da ist es ganz gut erklärt, im Prinzip nichts anderes als wir bisher gemacht haben nur dass es mehr Strophen sind also nicht so schnell zu Ende und dass alle 4 Jahreszeiten abgehandelt werden. ich hoffe ich hab das alles richtig verstanden, es klingt jedenfalls interessant.
Also das schaffst du Margarete.
also hier mal die Kopie von der Seite, allerdings etwas verkürzt, nur das wesentliche:
Renku-Dichtung
Gerd Börner
Renku bedeutet wörtlich „verkettete Verse“.
In der Renku-Dichtung besteht die Kunst darin:
1. einen Anschluss an den vorangegangenen Vers zu finden (englisch link), um dann
2. mit einem phantasievollen Sprung (englisch shift) in neue Schauplätze, Zeiten, Stimmungen und Erfahrungen einzutauchen.
(- das haben wir ja bisher auch so gemacht-)
Das Haikai lebt von Neuem. Dieser Grundsatz gilt besonders für das Renku und lässt dadurch die spezifische Spannung entstehen, fordert Erfindungsreichtum und erzeugt so die Freude der Autoren an der gemeinschaftlichen Dichtung.
Beim Link (dem Anschluss) werden drei unterschiedliche Methoden benutzt. Es gibt die Möglichkeit:
1. an Objekte anzuknüpfen (zum Beispiel Tannenbaum – Weihnachten),
2. an Bedeutungen (Wortspiele, oder Sinnbezüge Beispiel: Wein im Fass – Wasser im Fluss)
3. oder den „Duft“, das heißt ein auf Eingebung oder Ahnung basierendes Erfassen einer Stimmung oder einer Erfahrungsebene der Vorstrophe in sich aufzunehmen und daran weiterzudichten.
(- auch das meine ich haben wir bisher so gemacht-)
Im Shift (Sprung) soll zu Neuem vorangeschritten werden, um einen möglichst weiten Ausschnitt der Mannigfaltigkeit unserer Welt zu zeichnen.
Um dies zu gewährleisten sollte auch darauf geachtet werden, dass nicht zu Motiven des Vorvorverses zurückgekehrt wird.
Die beliebteste Form der Renku-Dichtung ist das Kasen mit 36 Strophen.
Ein Kasen ist zwar immer einer Jahreszeit zugeordnet,
aber im Verlauf des Kasen werden alle vier Jahreszeiten besungen.
Der Dichtung liegt eine Schablone zugrunde, die festlegt an welchen Stellen welche Jahreszeiten bzw. Themen angesprochen werden.
Drei Vers-Positionen innerhalb des Kasen sind dem Mond und
zwei den Blüten – traditionell den Kirschblüten – gewidmet.
Andere Strophen erzählen von der Liebe oder beziehen sich auf freie Themen
(das heißt diese dürfen keinen Bezug zur Liebe, zu Blüten, Mond oder Jahreszeiten enthalten).
Die Gesamtstruktur eines Kasen besteht aus drei Teilen:
1. der Einleitung, dem Prolog oder der Ouvertüre (sechs Strophen) ,
2. dem Hauptsatz, der Entwicklung oder Erweiterung (24 Strophen) und
. dem Schluss, der Folgerung oder dem Epilog (sechs Strophen).
Der erste Vers, das Hokku startet mit der Jahreszeit nach dem das noch zu komponierende Kasen benannt wird (zum Beispiel mit dem Winter für ein Winterkasen) und stimmt die Teilnehmer in die Kettendichtung ein.
Der Schlussvers, das Ageku, bezieht sich immer auf den Frühling und schließt in optimistischer Stimmung das Renku.
- Also wenn ich es richtig vertehe nichts anderes als bisher, nur mehr Strophen, oder?
LG
S