Ein leises Hallo in die Runde,
faszinierend, den Austausch zwischen euch beiden Wortbildhauern mitzuverfolgen. Da bleibt mir selbst fast nichts mehr zu sagen außer Kleinigkeiten:
In S2 Z2 hätte ich geschrieben: "und Chöre himmlisch hell erklingen". Bei "und himmlisch Chöre hell erklingen" reiben sich das "sch" von "himmlisch" und das "ch" von "Chöre" (wiewohl es hier als k gesprochen wird) etwas unsanft aneinander, außerdem könntest du mit "himmlisch hell" eine nette Alliteration erhalten, die zur Musikalität des Verses beitragen könnte.
In S1 Z2/3 erscheint mir der Satzbau (oder die Zeichensetzung) für meinen Geschmack etwas experimentell. Wie wäre es mit:
Ein kurzes Leben voller Scherben.
Er schrieb im letzten Atemzug ...
(Bei "er schrieb" empfinde ich die Betonung natürlicher als bei "schrieb er".)
Wobei deine Fassung wiederum etwas Atemloses hat, das gut zur Stimmung passt ...
Wie die "Streicher um den Rhythmus ringen" ist genial formuliert und gibt genau die Innenspannung in den Anfangstakten dieser "Musik aus fremden Galaxien" wieder.
Da wäre noch S4 V3 und 4. Es wäre ein Leichtes, sie etwa folgendermaßen zu glätten:
"Mit diesem Requiem, dem seinen,
bringt er die Menschen so zum Weinen."
Aber mir erscheint das inhaltlich im Vergleich zum Rest deines Gedichtes, mit Verlaub, etwas banal. Vielleicht könnte man stattdessen anklingen lassen, dass Mozart (um den es vermutlich geht ...) sein Requiem unvollendet hinterlassen musste:
Der Tod, von ihm in Klang gebannt,
nahm ihm die Feder aus der Hand.
Natürlich nur als Vorschlag gedacht ...
Im Übrigen könntest du, um diese historische Momentaufnahme zu vergegenwärtigen, sie auch komplett ins grammatische Präsens transferieren, was ohne Biegen und Brechen möglich sein müsste. Bleibt aber natürlich dir überlassen. Das letzte Wort hat immer der Verfasser.
Hat Freude gemacht, sich mit deinem Werk zu beschäftigen, auch wenn ich kein Salz mehr zur Suppe beitragen konnte ...
Grüße
Cornelius
faszinierend, den Austausch zwischen euch beiden Wortbildhauern mitzuverfolgen. Da bleibt mir selbst fast nichts mehr zu sagen außer Kleinigkeiten:
In S2 Z2 hätte ich geschrieben: "und Chöre himmlisch hell erklingen". Bei "und himmlisch Chöre hell erklingen" reiben sich das "sch" von "himmlisch" und das "ch" von "Chöre" (wiewohl es hier als k gesprochen wird) etwas unsanft aneinander, außerdem könntest du mit "himmlisch hell" eine nette Alliteration erhalten, die zur Musikalität des Verses beitragen könnte.
In S1 Z2/3 erscheint mir der Satzbau (oder die Zeichensetzung) für meinen Geschmack etwas experimentell. Wie wäre es mit:
Ein kurzes Leben voller Scherben.
Er schrieb im letzten Atemzug ...
(Bei "er schrieb" empfinde ich die Betonung natürlicher als bei "schrieb er".)
Wobei deine Fassung wiederum etwas Atemloses hat, das gut zur Stimmung passt ...
Wie die "Streicher um den Rhythmus ringen" ist genial formuliert und gibt genau die Innenspannung in den Anfangstakten dieser "Musik aus fremden Galaxien" wieder.
Da wäre noch S4 V3 und 4. Es wäre ein Leichtes, sie etwa folgendermaßen zu glätten:
"Mit diesem Requiem, dem seinen,
bringt er die Menschen so zum Weinen."
Aber mir erscheint das inhaltlich im Vergleich zum Rest deines Gedichtes, mit Verlaub, etwas banal. Vielleicht könnte man stattdessen anklingen lassen, dass Mozart (um den es vermutlich geht ...) sein Requiem unvollendet hinterlassen musste:
Der Tod, von ihm in Klang gebannt,
nahm ihm die Feder aus der Hand.
Natürlich nur als Vorschlag gedacht ...
Im Übrigen könntest du, um diese historische Momentaufnahme zu vergegenwärtigen, sie auch komplett ins grammatische Präsens transferieren, was ohne Biegen und Brechen möglich sein müsste. Bleibt aber natürlich dir überlassen. Das letzte Wort hat immer der Verfasser.
Hat Freude gemacht, sich mit deinem Werk zu beschäftigen, auch wenn ich kein Salz mehr zur Suppe beitragen konnte ...
Grüße
Cornelius