• Perry
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ruhepause
 
 
am ufer sitze ich, warte auf die fähre,
die nur alle lebenlang übersetzt.
neben mir schmücken blumensträuße,
in irdenen vasen, mein aufgebahrtes.
 
in den bäumen kapuzenvögel,
sie stimmen gregorianische choräle an
und es öffnen sich türen
vergessener gedankengruften.
 
auf dem fluss ein schleppverband,
bunte wäsche flattert wie wimpel,
auffliegende schatten werden zu tauben
und ich schultere meinen tag neu.
 
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Hallo Perry,
ein schönes Gedicht. Bei vielen Texten ist es so, dass je mehr Bilder und Metaphern verwendet werden, das Gedicht umso unverständlicher wird. Hier finde ich, hast du genau die richtigen Worte gefunden. Besonders "die Fähre, die nur alle Leben lang übersetzt" gefällt mir sehr. Dennoch würde es deinem Text sehr zugute kommen, wenn du ein wenig auf Groß- und Kleinschreibung achten würdest.
 
Grüße
Blutengel
 
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danke für dein Interesse an meinem Innenhalten auf der Lebenswanderung.
Die durchgehende Kleinschreibung hat nichts mit "Achtsamkeit" zu tun, :wink: sondern ist ein lyrisches Stilmittel die Textform zugunsten der Bilder zurückzunehmen.
LG
Perry
 
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Lieber Perry,
 
da kann man nicht viel sagen: Es ist einfach sehr schön und eingehend!
 
Das ist in einer Phase geschrieben, in der deine Gedichte noch etwas anders aussahen als heute. Es gefällt mir auch!
 
LG Nesselröschen
 
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Hallo Nesselröschen,
danke fürs Aufgreifen des mittlerweile schon etwas betagten Textes.
Die Anfänge meiner jetzigen Schreibweise sind schon erkennbar, mal sehen was die Jahre noch bringen.
LG
Manfred
PS: Heute würde ich den Text so schreiben:
ruhepause
am ufer sitzend warte ich auf die fähre die nur
alle leben lang übersetzt neben mir schmücken
blumensträuße in irdenen vasen mein aufgebahrtes
in den bäumen hocken kapuzenvögel sie stimmen
dunkel schnarrend gregorianische choräle an und
es öffnen sich türen vergessener gedankengruften
auf dem fluss ein schleppverband bunte wäsche
flattert an den seilen und auffliegende schatten
werden zu tauben ich schultere meinen tag neu
 
 
  • Perry
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