Feedback jeder Art Samtweich

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Auf einmal schneit es
rumpelt den Schornstein hinunter
bis tief in die Seele
löst die Schamröte von den Wangen
für einen Augenblick
ist es Weihnachten, die Nase klebt am Fenster.
Ich liebte den Schnee
nicht das Blut an den Zähnen
unter der Zunge, in der Enge der Brust.
 
Deine Antworten sind immer gleich
heißt es von dir
die mit den gebrochenen Flügeln.
Ich halte auch die andere Wange hin
die mit dem verschleierten Auge.
Weißt du nicht, dass ich immer zu Weihnachten kam
ich war der Weihnachtsmann
mit dem Splitter in der Haut: nur ein Blindgänger
aus deiner trotzigen Zeit.
 
Der Schnee ist liegengeblieben – er brennt wie Salz
in der Wunde.
 
Mein scheues Sehnen verweilt bei dir –
und es schneit, schneit so schön in deinem Garten.
 
 
Autor
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Hallo Nesselröschen, sehr gelungen dein Text und der gewährte Einblick in empfundene Schönheit, Sehnsucht, Erinnerung, Trauer und Schmerz. Gerne gelesen und mitgefühlt. Herzlichst Elmar
 
Autorin
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Liebes Nesselröschen
da kann ich mich nur anschließen, bringt die gebrochenen Flügel des Li sehr gut auf den Punkt. Ein sich aufgeben und damit abfinden lese ich heraus. Macht traurig, dein Text
LG sendet Pegasus
 
Autorin
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20.03.21
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Ihr Lieben, Pegasus und Elmar, 
 
habe mich sehr über eure Kommentare gefreut!
 
Herzlichen Dank auch für alle smileys!
 
LG Nesselröschen 
 
  • Létranger
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