Feedback jeder Art Sinnesleere

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  • Nesselröschen
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Sinnesleere.png
Bild generiert von Elmar Vogel durch Midjourney
 
 
Als die Zeit noch reichlich
war keine Zeit zu denken.
Jetzt, da sie unbegreiflich,
will keiner sich versenken,
in das Eventuelle,
in das Bedeutungschwere.
Nun atmet jede Zelle
nackte Sinnesleere.
 
Als der Sinn noch offen,
da war er schwer beladen,
mit Wünschen und mit Hoffen
und ignoriertem Schaden,
den er bereits genommen,
doch ohne es zu wissen,
vom Sinnensrausch benommen
- das Gefäß gerissen.
 
Als das Gefäß noch voll
mit leichtem Spiel und Tand,
da empfand man keinen Groll
gegen Volk und Vaterland,
gegen die verführte Welt,
die noch jeden Sinn geglaubt,
den man ihr vor Augen stellt
und ihr den Zauber raubt.
 
 
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Hallo, Elmar,
 
uns fehlte die Achtsamkeit, bevor die Zeit kam, als man begann die "nackte Sinnesleere" zu empfinden - und vielleicht die Dankbarkeit. Du hebst das Paradoxe hervor und, wie die Welt ihren Zauber verliert. 
 
Deine Zeilen beeindrucken und machen nachdenklich!
 
Einen schönen Sonntagsgruß von
Nesselröschen
 
Autor
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Hallo Nesselröschen,
vielen Dank für Deinen Kommentar und deine positive Einschätzung, die mir sehr hilfreich ist. Ich bin selbst oft unsicher, ob es mir gelungen ist, dass Inhalt und Form überzeugend zusammengehen. Da bin ich auf Urteile von außen angewiesen. Man ist ja doch immer irgendwie befangen.
Herzlichst Elmar
 
Autorin
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Ja, sogar sehr gut passen sie mMn zusammen! Ich habe meinen ersten Kommentar etwas gekürzt, aber da stand es drin.
 
Dein Gedicht berührt mich sehr!
 
LG N.
 
  • Nesselröschen
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