Feedback jeder Art Spatzengezwirtscher

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Spatzengezwitscher
 
Wär’ ich doch Dein kleiner Spatz,
ich hätt’ in Deinem Herzen Platz!
Für Dich könnt’ mein Lied erklingen,
müsst’ nicht mit den Noten ringen,
könnt’ uns aus den Nöten bringen
durch mein Zwitschern und mein Singen –
mindestens für kurze Zeit,
unsre Sorgen wär’n dann weit!
 
Dich kann ich leider nie erreichen,
denn Du lässt Dich nicht erweichen.
Nein, Du bist des Nachbars Katze,
willst mich jagen mit der Tatze!
 
Autor
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20.09.19
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5.477
Sie will nur spielen ... 
Dein Gedicht lässt mich an Catull denken, einen der berühmtesten römischer Dichter, der noch sehr jung starb. Er hat ganz derbe, fast pornographische Verse geschrieben. Julius Cäsar, ein Zeitgenosse von ihm, schätzte ihn sehr. Er hat ein sehr schönes, lustig-rührendes Gedicht über den PASSER, den Spatz seiner Geliebten, geschrieben. Er wendet sich an den Spatz, an den Passer: 
 
"Passer, delicia meae 
puellae 
quicum ludere, quem sinu 
tenere, 
quoid primum digitum dare 
adpetenti 
et acris solet incitare 
morsus, 
cum desiderio meo nitenti 
carum nescioquid libet 
iocari ut solacium sui doloris, 
credo tum gravis acquiescet 
ardor.
Tecum ludere sicut ipsa 
possem 
et tristis animi levare curas!"
 
In den letzten drei Versen wünscht er sich, seltsamerweise nicht wie der Spatz am Busen seiner geliebten zu spielen sondern er selbst mit diesem, um seine Sorgen so zu vertreiben.
Ich hoffe, du verzeihst mir diese "Besserwissserei" bzw. "Klugscheißerei", wie Manche unnötiges Wissen bezeichnen ...
Liebe Grüße

 
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