Standesschranken

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Zwischen rauschenden Pappeln und weißen Villen
seh ich dich im milden Glanz der Abendsonne,
tanzend im Vorgarten, trägst dein weißes Kleid im Stillen,
ohne zu sehen, dass ich durch die Gartenpforte komme.
 
Unter wachsamen, behütenden Blicken der Eltern du singst
und ich lächle dir ins Sonnengesicht, meine kleine Rose.
Dein Kreuz, es leuchtet hell, als du mir entgegenspringst.
Deine dunklen Locken hüpfen dir um schmale Schultern lose.
 
Ach, süßes Mädchen, wieso gibt es Standesschranken?
Du unschuldiges Reh, weißt ja nicht, was dir droht nach Vaters Wort.
Ich will dir Blumen ins Haar flechten, Efeu- und Rosenranken,
aber jener sieht nur die Vermarktung der Nymphe an den reichen Lord.
 
Vergeben bist du längst und vergebens ist mein stummes Fleh’n.
Dein schlanker Finger von Silber umgossen und von purem Saphir.
Auf bald, meine Rose, mögen wir uns dann im Himmel wiedersehn.
Denn irgendwann –und sei‘s im Tode- finde ich meinen Weg zu dir.
 
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Zum Inhalt: Der Inhalt ist federleicht, sommerlich, dramatisch, impulsiv... Ein Gedicht über ein vergebenes Mädchen aus reichem Hause und einen sterbensunglücklich verliebten, jungen Mann... Klingt nach Goethe? Nein? Ist ja auch leider bloß von mir, aber vielleicht gefällt es ja trotzdem... Schande über mein Haupt, dass wir es auch hier mit dem 'Werther-Effekt' zu tun haben oder handelt es sich doch indirekt um die Gretchenfrage? Oder beides?
 
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