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  Stille Nacht 1945

Totenstill, jene Heilige Nacht
nach dem Großen Morden.
Leben, Dorf und Wege im Griff
eisiger Wintermacht. 
So fern der Stern von Betlehem.

 
Vor Fenstern Dolche aus Eis,
Frostblumen auf Scheiben.
Der Kanonenofen raucht.
Träume von Tellern mit Grießbrei.
Wie Hungergefühle vertreiben?
Brot, Brot hätten wir gebraucht.

 
Zwischen drin das Weihnachtsmärchen.
Ein Engel in die Stube gleitet,
untern Baum Geschenke legt,
reines Kinderglück.

 
Heute schrill die „Stille Nacht“.
Märkte schwer bewacht.
Was dort noch
außer Glühwein, Plätzchen,
Bier und Bratwurst kaufen?
Vielleicht ein Weihnachtsmärchen 
aus der Kinderzeit?

 
CHRISTMAS 
mit Kommerz,
fett und laut.

 
„Stille Nacht“ 
ist  down and out.

 
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09.12.23
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Hallo Carolus,
 
mir gefallen die Dolche aus Eis vor dem Fenster und das reine Kinderglück gut!
Mich würde interessieren, was dich dazu verleitet hat, dieses düstere Weihnachtsgedicht zu verfassen.
 
Liebe Grüße von
JM
 
Autor
Registriert
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Hallo, Jimmy,
 
Kannst Du Dir vorstellen, unter welchen Umständen und wie Kinder das Weihnachtsfest in der Ukraine
erleben müssen?  Die Herbergssuche in Betlehem war bestimmt auch eine freundliche Geschichte, der Mord an Kindern bestimmt nicht. Von der Botschaft "Friede auf Erden!" ist lediglich die Sehnsucht danach geblieben.
 
Nachdem ich 62 mal Weihnachten unter unterschiedlichen Voraussetzungen erlebt habe, erlaube ich mir, einern kritischen Hinweis auf die Kommerzialisierung des Festes und den den überzogenen Konsum.Ich selbst feiere  Weihnachten  gerne mit Freunden in Freude und Dankbarkeit.
 
Friedliche Weihnachten mit viel Freude
wünscht Dir
Carolus
 
  • J
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