tausendmal

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tausendmal
sie angesehn
die selbe
irgendwo
am rhein
an der elbe
im nirgendwo
und niemals
doch irgendwann
wohl irgendwie
sag ich ihr
ich liebe sie
derselben
tausend tüten
die ich zieh
immerzu
und immer sie
 
und irgendwann
hört sie auch zu
wenn ich ihr sage:
tausendmal du
 

Yue

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Wunderschöne Bittersüße!
Ich habe mitgeschmachtet!
 
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Hallo Zwischenzeit,
 
in wenigen Worten ist alles gesagt - ich habe es gern gelesen.
 
die eiselfe
 
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So wenig Worte mit so viel Inhalt! Bittersüße und trotzdem wunderschön, da will mein Herz sich sofort zusammenziehen! *Schmacht*
 
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Hallo Zwischenzeit,
ich lese den Text etwas zwiespältiger, denn neben der ständigen, fast gebetsmühlenhaften Liebesbeteuerung, schwingen noch andere Nuancen mit:
'zwischenzeit]derselben tausend tüten die ich zieh immerzu und immer sie [/QUOTE]"Tüten ziehen" hat für mich etwas mit Rauschgiftkonsum zu tun und selbst schrieb:
und irgendwann
hört sie auch zu
klingt eher hilflos hoffend und zeigt wenig Aussicht auf eine erfüllte Liebe.
Bittersüß ist mir deshalb zu schön gefärbt, ich würde eher verzweifelt hoffnungslos herauslesen.
 
LG
Perry
 
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Hallo Zwischenzeit,
 
mir geht es da wie Perry, die Tüten habe ich schon mit etwas Befremden gelesen.
 
Gedankliche Verbindungen habe ich hier gefunden.
 
Tausendmal berührt
Klaus Lage
 
Tausendmal Du
Münchner Freiheit
 
Vielleicht hört sie ja irgenwann doch mal zu.
 
Wundertütengrüße
Carry
 
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Liebe Carry, Lieber Perry
 
Danke für Eure Auseinandersetzung mit diesem Text! Das die Tüten etwas sonderbar rüberkommen ist für mich durchaus nachvollziehbar.
Ich arbeite im Detailhandel, wo das höchste aller Gefühle die Debatte um den Preis der Tragtaschen ist. An manchen Tagen zieh ich gut tausend Tüten über den Scanner - aber mit Rauschgift hab ich um Gotteswillen nichts am Hut, da vertrau ich lieber auf meinen Gute-Nacht-Joint.
 
@Perry, deine Analyse war sehr spitzfindig! Es ist tatsächlich vielmehr ein verzweifelter Ausruf als ein Liebesgedicht - Irgendwie doch erfreulich, dass es nicht bei jedem Leser als genau das ankommt.
 
lg
Simon
 
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Hallo Zwischenzeit
 
Du hast gute Worte gefunden für einen Zustand der aus meiner Sicht überhaupt nichts mit Liebe zu tun hat, sondern eher mit Abhängigkeit nach einer Person. (und aus meiner Sicht wird das heutzutage oft mit Liebe verwechselt...)
 
Aus diesem Grund passen für mich die Zeilen sehr gut:
[QUOTE='Zwischenzeit]ich liebe sie
derselben
tausend tüten
die ich zieh
immerzu
und immer sie
[/QUOTE]Ich habe die Zeilen ebenfalls eher Richtung Rauschgift interpretiert - also eher eine krankhafte Liebe, die nicht guttut, sondern vergiftend wirkt.
 
Ich habe das Gedicht sehr gern gelesen, denn ich glaube es gibt wenige Menschen, die nicht schon einmal so gefühlt hätten.
 
Danke fürs Teilen!
 
LG
3lifes
 

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