... UND WIRD GEDICHT

  • Ruedi
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(nach „Gefunden“: „Ich ging im Walde so vor mich hin ...“
Johann Wolfgang von Goethe - 1813)
 
Ging auch im Walde
So vor mich hin,
Heut’ nichts zu dichten,
Das war mein Sinn.
 
In Stille ist mir
Ein Wort erwacht,
So farbig klingend,
So rund gedacht.
 
Ich wollt es greifen,
Da sagt’ es fein:
Soll ich zum Reden
Entzaubert sein?
 
Mit Klang und Farbe
Hab ich es zart
In mir verstohlen
Dann aufbewahrt.
 
Ich schrieb es nieder
An hellem Licht –
Nun zweigt und sprießt es
Und wird Gedicht.
 
(Jenno Casali)
 
***
 
Gefunden
(Johann Wolfang von Goethe)
 
Ich ging im Walde
So vor mich hin,
Und nichts zu suchen,
Das war mein Sinn.
 
Im Schatten sah ich
Ein Blümlein stehn,
Wie Sterne blinkend,
Wie Äuglein schön.
 
Ich wollt es brechen,
Da sagt' es fein:
Soll ich zum Welken
Gebrochen sein?
 
Mit allen Wurzeln
Hob ich es aus,
Und trugs zum Garten
Am hübschen Haus.
 
Ich pflanzt es wieder
Am kühlen Ort;
Nun zweigt und blüht es
Mir immer fort.
 
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Hallo Jenno Casali,
 
ich find's ja nett, was Du hier verbrätst, dennoch schießt mir unwillkürlich der Satz durch den Kopf: "Zeige mir, wen Du kopierst und ich zeige dir, für wen Du dich hältst."
 
Nicht zu ernst nehmen
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Ruedi
 
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