Unsichtbar

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Unsichtbar
 
 
Ich seh die Dinge in mir schreiten,
wie lächelnd alles von dem Früher lässt;
die vollen werden leere Seiten,
zu meinen werden alle Zeiten,
denn du machst meine Welt zum Fest.
 
Ich werde Tanz und bin das Funkeln
für fremde Augen, manchmal nur aus Licht.
Und alles Schwere wird mein Dunkeln,
selbst wenn’s dem Traum die Sterne munkeln:
Du bist vielleicht in allem das Gesicht,
doch wir, wir sehn dich nicht.
 
© Sascha Besier
 
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Hallo Karlo!
 
Es ist schon erstaunlich, wie Poesie im Grunde scheinbar einfache Vorgänge in Geheimnisse zu verwandeln weiß. Aber das muss sie auch, denn diese einfachen Vorgänge sind es eben nur dem Anschein nach. Ich werde aber einen Teufel tun und hier erzählen, was ich ausdrücken wollte, was in mir vorging und warum ich das Gedicht schrieb. Zu oft beraubt man Gedichte ihres Mysteriums 🙂 Es ist sowieso viel wichtiger, was der Leser dabei erfährt. Und Du hast Dich, wenn ich es richtig sehe, mitreißen lassen. Was könnte schöner sein für den Schreiber?
 
Lieber Gruß
Beteigeuze
 
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