unterwegs mit hund

  • Perry
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und wieder drehen wir eine runde du schnürst schnüffelnd
am wegrand entlang und ich schreite gedankenverloren
übers krustige unter dem das verderben bebt und brodelt
 
geboren in ein leben der zufälligkeiten sind wir zumindest
zeitweise auf dem gleichen pfad unterwegs du auf der suche
nach paarungspartnern ich um verlorenem nachzusinnen
 
während über uns die sonne brennt frage ich mich macht
es einen unterschied ob wir unser grab selbst schaufeln oder
warten bis uns die erde verschluckt deine anwort ist wuff
 
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Lieber Perry,
 
an dem Gedicht finde ich in erster Linie Gefallen, weil hier Banales und Bedeutsames nebeneinander hergehen wie Hund und Herrchen, ohne dass dem Banalen seine Berechtigung abgesprochen wird und ohne dass die Fragen nach Schicksal/Selbstverantwortung, Angst vor dem Tod und daraus erwachsender Nostalgie nichtig werden. Zwar werden sie am Ende durch das "wuff" ironisch gebrochen, aber aus meiner Sicht, um deutlich zu machen, dass es auf diese Fragen keine eindeutigen Antworten gibt und dass man ohnehin einfach weiter durch das Leben schreiten muss wie ein Hund, der den Wegesrand entlang schnüffelt. Das nimmt aus meiner Sicht nichts von der Bedeutsamkeit der Thematik selbst.
 
Sehr gerne gelesen.
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LG
 
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Hallo Schmuddelkind,
genauso war der Text auch gedacht.
Danke fürs Interesse und Reflektieren !
LG
Perry
 
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Hallo Perry,
 
ich brauche nur mich dem treffenden Kommentar von Schmuddelkind anzuschließen.
 
Liebe Grüße
Carlos
 
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Hallo Carlos,
freut mich, dass Du lyrisch mitgewandert bist.
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LG
Perry
 
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Hallo Perry,
 
gefällt mir sehr gut, dein Gedicht von Herr und Hund, die gemeinsam ein
Stück Weg gehen. Der Hund lebt im Jetzt und Hier, Herrchen gönnt sich
den Luxus Vergangenem nachzuhängen. Der Weg führt übers 'krustige unter
dem das verderben bebt und brodelt'; über eine dünne lebensfreundliche
Oberfläche, unter der nach wie vor die Hölle los ist (Ich meine, das
gilt analog auch für uns Menschen). Auch die Frage, wie viele Zufälle wohl
ein Leben lenken, finde ich spannend ...
Die dritte Strophe gibt deinem Werk die rechte Würze, grenzt deine Frage
doch fast an "Ketzerei".
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- Zumindest so wie ich diese Strophe lese.
 
Und ja. Natürlich sollten wir für uns selbst und unsere Nachkommen
verantwortlich mit unserem Heimatplaneten umgehen, ihn hegen und
pflegen, so gut wir es eben vermögen; auch wenn dann mutmaßlich
weiterhin 'über uns die Sonne brennt' und wir schlussendlich trotzdem
irgendwann wieder von diesem Planeten verschwinden werden ...
 
Gern gelesen, gern sinniert.
 
LG
Berthold
 
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Hallo Berthold,
danke fürs Hinterfragen der Bilder.
Die Antwort auf die Schlussfrage bleibt bewusst offen, auch wenn einmal "Wuff" bei diesem Hund in der Regel "Ja" bedeutet.
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LG
Perry
 
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