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Hab ich nicht hervorgebracht
was mir gefällt?
 
In Stunden des Zerfalls
ist's mir beschwerlich
in dunklen Tunneln hallts
und Freude ist entbehrlich.
 
Ein Dichter ist nichts,
ohne dahinsiechendes Leid,
dem toten Grafen sprichts
im Grab aus der Seele;
dass alle,
Goethe, Trakl, Hölderlin
und ihr Schmerz den sie verspürten,
in jedem die Worte nährte
die in der Nacht im Nebel brüten.
Aus uns spricht im Gedicht
die unendliche Leere
die uns ein jedes mal
neu formuliert
einen Dolch ins Herz stößt
den wir so lieben.
 
Im tiefsten Wasser
ertrinken wir am Grunde des Sees
an unseren eigenen Worten.
 
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20.01.07
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Hi Limo ^^ (Ich darf doch Limo sagen? :mrgreen
 
Sprachlich ist das ganze schonmal sehr ansprechend
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Für meinen Geschmack etwas frei das ganze (bin da etwas traditioneller
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) aber darunter will ich dich jetzt noch nicht leiden lassen :twisted:
 
Symbolik ist sehr stark, sprachlich angenehmes Niveau, saubere Bildführung...
Gefällt mir...obwohl ich nicht hoffen will, dass wir Dichter wirklich so sehr Masurchisten sind :wink:
 
Gern gelesen und bin gespannt auf weiteres von dir (vll. auch was mit bissl traditioneller Form? *zwinker*)
 
lg redmoon
 
Autor
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25.01.08
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weil es doch eine anspruchsvolle
Dialektik birgt, die man getrost ein paar mal lesen kann,
ohne daß das Gedicht an Reiz verliert...
 
LG DAXi
 
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05.09.08
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is das erste mal dass ich meine texte ner breiteren öffentlichkeit vorstell, da freu ich mich über die gute resonanz
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Autor
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Freie Form sehr gelungen, Inhaltlich überzeugend
 
ich bin gespannt auf mehr
 
Alles Liebe
ANGEL
 
@red: klar doch sind wir Dichter so masochistisch veranlagt, sonst wären unsre gedichte nie gut, weil keiner sie fühlen würde :wink:
 

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