Feedback jeder Art Villis dunkles Verlangen

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  • horstgrosse2
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Villis dunkles Verlangen
 
In Villis Küche, spät am Tag,
geschah, was niemand denken mag.
Ein Messer rutschte, rot und schwer,
ein Finger fehlte, da war nichts mehr.
Doch statt zu schreien, voller Graus,
dachte Villi nach und sah hinaus.
 
Ein dunkler Wunsch kam in ihm auf:
Wie schmeckt mein Fleisch? Probier ich’s aus?
Er briet den Finger, gold und fein,
nahm einen Bissen, zart und klein.
Die Wärme kroch durch Mark und Bein,
doch konnte dies der Letzte sein?
 
Doch nein, der Hunger wuchs heran,
so fing er bald von Neuem an.
Er schnitt sich Stück um Stück heraus,
und schmauste still in seinem Haus.
Ein Arm, ein Bein, mit frohem Blick,
doch bald war’s schwer, die Kraft war weg.
 
Mit Prothesen, müde und hohl,
stand Villi da, es war zu wohl.
Er schwor sich: „Nun ist Schluss, es reicht!“
Doch jede Speise erschien ihm seicht.
Kein Brot, kein Fisch, kein Fleisch so gut 
nur er selbst kann stillen seine Glut.
 
So saß er da, verdorrt, allein,
konnte nicht mehr Herr sich sein.
Die Gabel fiel aus schwacher Hand,
die Teller blieben unbemannt.
Und als sein Herz den Schlag vergisst,
verhungert er – ein Kannibalist
 
Autor
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22.04.21
Beiträge
1.305
@Isi vom Randeberg
 
 
 
Moin.
 
 
Eine schöne Horrorkomödie
 
 
 
 
Ein Arm, ein Bein, mit frohem Blick
 
Hätten da nicht die Ohren und das Unterstübchen gereicht?
 
Ein Arm, ein Bein, mit frohem Blick,
ich glaub’, der hatte einen Tick.
 
Na ja,  ach so, hier:
ein Finger fehlte, da war nichts mehr.
ein Finger fehlt, da war nichts mehr.
 
Bin ja gespannt, was als Nächstes kommt.
 
Tschüss.
 
 
 
 
  • horstgrosse2
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