Feedback jeder Art Vor dem Tor

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  • Teddybär
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(Aus dem Fundus, 2019)
 
Vor dem Tor
 
Ich stehe zögernd vor dem alten Tor
Anklopfen werde ich wohl nicht
Obwohl die Selbstachtung ich längst verlor
Heimat ist da nicht in Sicht.
 
Zu viele Jahre war ich in der Fremde 
Ein Versager kehrt zurück
Ob Gnade ich in Vaters Augen fände? 
Das wäre wohl das größte Glück. 
 
Bestimmt hat er mich längst vergessen 
Als Erinnerung im Kopfe abgelegt
Jetzt einfach so zu kommen wär vermessen 
Ob jemand noch Gefühle für mich hegt?
 
© Herbert Kaiser 
 
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Hallo Herbert,
Das klingt nicht zuversichtlich. Ist es denn noch halbwegs gut ausgegangen?
Schönen Gruß!
Uwe
 
 
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Guten Morgen @Teddybär,
 
Selbstzweifel bzw. Selbstprognosen, können eine große Last sein. Derer kann man sich befreien, in dem man die Tore öffnet.
Was gibt es zu verlieren?
Gibt es größere Chancen? 
Viele Grüße 
JoVo
 
 
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An @Stavanger und @JoVo
 
Hallo Ihr beiden. Eure Rückmeldung hat mich sehr gefreut und ich bedanke mich dafür. 
 
Zum Gedicht muss man sich quasi die Vorgeschichte dazudenken - das LI hat, vermutlich gegen den Willen des Vaters, das Elternhaus verlassen und ist in die Fremde gezogen, findet aber nicht das erhoffte Glück und kehrt nach Jahren wieder heim. Als Versager wagt es das LI nicht die Pforte, die es einmal geschlossen hat, zu öffnen. Es bleibt die Angst vor der Reaktion des Vaters. 
 
LG Teddybär 
 
 
 
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Zum Gedicht muss man sich quasi die Vorgeschichte dazudenken - das LI hat, vermutlich gegen den Willen des Vaters, das Elternhaus verlassen und ist in die Fremde gezogen, findet aber nicht das erhoffte Glück und kehrt nach Jahren wieder heim. Als Versager wagt es das LI nicht die Pforte, die es einmal geschlossen hat, zu öffnen. Es bleibt die Angst vor der Reaktion des Vaters. 


 
Guten Morgen Herbert,
 
das ist ja mithin das Gleichnis vom verlorenen Sohn in moderner Fassung - wie man sieht, eine zeitlose Geschichte. Sehr gerne gelesen.
 
Gruß
Cornelius
 
 
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Guten Morgen, @Cornelius
 
Der Vergleich mit dem Gleichnis gefällt mir. Eine biblische Geschichte, die sich vermutlich im Leben öfter ereignet, als man glaubt. 
 
Bei Dir bedanke ich mich herzlich und wünsche einen angenehmen Tag!
 
LG Teddybär 
 
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Hallo Herbert,
manchmal muss man Fehler machen, um daraus zu lernen. Da die biblische Geschichte vom verlorenen Sohn gut ausgegangen ist, sollte der Protagonist in deinen Zeilen vielleicht doch zumindest anklopfen. 😉
LG
Perry
 
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Lieber Herbert,
 
schön, wie das innere Schwanken bei der späten und glücklosen Heimkehr darstellst. (Kafka schrieb dazu: "Je länger man vor der Tür zögert, desto fremder wird man.")
 
Gern gelesen.
Grüße von gummibaum
 
 
 
  • Teddybär
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