Vorm alten Haus

  • A
    letzte Antwort
  • 4
    Antworten
  • 919
    Aufrufe
  • Teilnehmer
Autor
Registriert
02.01.17
Beiträge
315
Verschlossen die Tür.
Als ich ging, eines späten Tages,
sagte ich: Bis dann. Ein Windwort, leicht
wolkendurchtobt, ohne Sicherheiten.
 
Der Seitenflügel ist noch da.
Wer wohnt heute darin? Die Nachbarn
von einst irrlichtern in mir. Aber
es riecht noch nach ihnen.
 
Sie wissen, dass ich da war.
Sie wissen viel mehr als ich über mich.
Sie reden noch heute, ich ahne es,
schamlos in dunklen Sätzen.
 
Ich greife nach dem,
was nicht sichtbar ist, frage das Haus,
wer ich war, wo ich, wie ich
gewesen bin.
 
Das Haus, in dem mir
die vertanen Träume kamen.
Bin wieder hier. Die Mauern, die Fenster
lachen mich aus: Bis dann!
 
Autor
Registriert
23.08.08
Beiträge
6.491
Hallo Angelika,
Erinnerungen sind wie alte Häuser, sie verwittern, aber hinter den Mauern flüstert immer noch das Einst.
Gern Hineingespürt!
LG
Perry
 
Autorin
Registriert
15.04.19
Beiträge
1.924
Hallo Angelika,
 
Auch wenn einiges was einmal war nicht mehr, sichtbar ist. Doch das alte Haus verbirgt so viele ereignisreiche Erinnerungen. Alles ist plötzlich wieder da, mir gefällt das Gedicht sehr. So ähnlich habe ich es erst vor kurzem selbst erlebt.
LG Josina
 
Autor
Registriert
10.03.19
Beiträge
16
Hallo Angelika,
dein Gedicht ist sehr schön zu lesen und wirkt insgesamt stimmig und harmonisch, ohne dabei zu starr zu sein, sondern lässt einen sehr nah das alte Haus, die Erinnerungen und die Nachbarn miterleben.
 
Autor
Registriert
02.01.17
Beiträge
315
Hallo Josina, hallo Rabentochter,
 
ich bedanke mich herzlich fürs Reinschauen, und dass euch das Gedicht etwas sagte, ist schön.
 
Angelika
 
  • A
    letzte Antwort
  • 4
    Antworten
  • 919
    Aufrufe
  • Teilnehmer

Empfohlene Themen

Beliebte Themen

Oben