Wie wunderbar doch die Natur funktioniert, ganz ohne den Menschen, der sich immer für die Krone aller Schöpfung hält.
Und am Ende passiert mit ihm genau das Gleiche, auch in seinen zwischenmenschlichen Beziehungen. Die Natur wächst, erschafft und dann zerstört sie in einem Atemzug, bevor alles von vorn beginnt. Was lange genug überlebt reift, immer fast bis zur Perfektion.
Ich habe schon oft darüber nachgedacht, dass der Mensch eigentlich ein Kuriosum ist. Manchmal denke ich, er ist sehr viel schlauer, als es je vorgesehen war.
Und dann wieder, gerade wenn ich solche Zeilen lese, kann ich nur zu dem Schluss kommen, dass der Mensch auch nur dem Lauf der Natur unterworfen ist.
Egal wie intelligent er ist, dem kann er nicht entkommen. Und ich glaube auch, wir haben die Demut verloren, unseren Bezug zur Natur, weil wir uns für Götter halten.
Hoffentlich wird es uns niemals gelingen, den Tod auszutricksen. Denn er ist alles was uns noch im Zaum hält und uns ein kleines Stückchen von dem bewahren lässt, was wir Menschlichkeit nennen.
An geistige Weiterentwicklung vermag ich kaum zu glauben, dazu bin ich zu pessimistisch. Entweder wir vernichten uns vorher gegenseitig, oder die Natur wird uns in einem Wimpernschlag ausradieren.
Das ist die natürliche Ordnung.
Der Mensch kann sicherlich im Kleinen reifen, oder in seinen Beziehungen, vielleicht sogar in Kleingruppen. Eventuell ist er dann der Natur am nächsten?!
In der Masse aber kann sein Verstand nie zum "Geist" reifen und das macht ihn gefährlich. Oder sogar bemitleidenswert, hat er doch so viel Potential in sich.