Feedback jeder Art wegweiser

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wegweiser

in der dämmerung schimmern quarzsteine auf
dem ausgetretenen pfad der immer mehr ansteigt
die häuser im tal kleiner werdend zurücklässt

wirst du müde setz dich auf eine bank ruh dich
aus wie stubenfliegen an der fensterscheibe die
ergeben ins lichte schauen bevor ihre zeit endet

zwischen heute und morgen befindet sich keine
grenze geh einfach weiter über die almwiese
bis du das gipfelkreuz erreichst ins leere trittst
 

wegweiser (Music_the-old-rugged-cross-146075).mp4
 

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@Perry Hallo Perry, wohl der letzte Weg eines alten Menschen, der zu seinem Ende geht. Ob ins Leere, das ist seit Alters her eine religiöse oder philosophische Frage, die jeder unterschiedlich beantwortet. 
Gut beschrieben. LG Stephan
 
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Hallo @Perry
 
Den letzten Weg sollte man ganz unbeschwert zu Ende gehen, als Ausklang und Höhepunkt der irdischen Wanderung. 
 
Deine Zeilen sind gut komponiert, wie ich finde. 
 
LG Teddybär 
 
Autor
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Hallo Stephan,
ja die "Leere" hat viele Gesichter, real könnte es der Abgrund sein, im übertragenen Sinn aber auch das Unbekannte.
Freut mich, dass Dir die Wortbilder gefallen haben.
LG
Perry

Hallo Herbert,
manchmal sind die letzten Schritte beschwerlich, aber die Aussicht ins "Lichte" sollte uns beflügeln.
Danke fürs "gut komponiert" und LG
Perry
 
 
Autorin
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Hallo, Perry,
 
ich finde dein Gedicht sehr gut!  Es beginnt vielsagend und steigert sich bis zum Ende, wird gruselig und verursacht mir Gänsehaut. Gleichzeitig ist die Idee, dass es keine Grenze zwischen dem Heute und Morgen gibt, wundervoll! Einfach weiter gehen und ohne weiteres, ohne Aufregung ins Leere treten - und, das war's! Annehmen, aushalten, so tun, als sei alles beim Alten. Ich werde daran denken! ... 😉 
 
Gefällt mir sehr, sehr gut! Danke dir!
 
Nesselröschen 
 
ehemaliger Autor
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Hallo Perry,
 
ins Leere zu treten, als Metapher oder als Übergang nach einem anstrengenden Weg oder Aufstieg.
Wer einmal den Sonnenauf- oder Untergang direkt am Gipfelkreuz miterleben durfte, sieht diese Vorstellung dort nicht so sehr als bedrohlich an sondern, wie du schreibst als Übergang...

Wenn man sich aussuchen könnte, wen oder was man als allerletztes zu sehen vermag - am Gipfel zu stehen denke ich wäre ein schöner Anblick der alles andere sanft und langsam ausklingen lassen könnte.

Trotzdem traurig und nachdenklich machende Zeilen von dir, denen ich aber sehr gerne gelauscht habe.
 
LG Uschi
 
Autor
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Hallo Nesselröschen,
hat man den "Gipfel" erst einmal erreicht, muss nicht mehr alles beim alten bleiben und der Schritt ins "Leere" fällt nicht mehr schwer.
Freut mich, dass Dich die Wortbilder mitnehmen konnten.
LG
Perry

Hallo Uschi,
die Welt von oben zu betrachten schärft den Blick fürs Weite und Traurigkeit zieht mit den Wolken davon.
Trotzdem kehre Ich immer gern ins grüne Tal zurück.
Danke füs Mitwandern und LG
Perry
 
  • Perry
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