Der/die Autor/in wünscht sich Rückmeldungen zum Inhalt des Textes und möchte keine Textkritik.
  • Teilzeitpoet walliser
    letzte Antwort
  • 1
    Antworten
  • 113
    Aufrufe
  • Teilnehmer
Autor
Registriert
01.04.21
Beiträge
946
 
           Wer war Sie?

Tausende  Photographien 
dokumentieren Augenblicke ihres äußeren Lebens,
enthüllen Ketten der Erinnerungen
von Jahrzehnten gemeinsamen Handelns.
 
Unzählige Einzelheiten von ersten Begegnungen,
vom Beginn der Großen Fahrt durch den Ozean
des Lebens, begleitet von unterirdische Eruptionen,
Sturmfluten, wilden Feuern, auch von windstillen Phasen,
dazu Erfahrungen und Einsichten, meist gratis.
Neben Enttäuschungen auch Momente des Glücks.

 
Begleitet hatte er sie bis zu jener Pforte,
durch die Lebende niemals eintreten.
Bevor ihr Erscheinungsbild 
für immer verschwand, hatte sie ihm
für ein erfülltes Leben gedankt.

 
Später, als er sich immer mehr nach ihr sehnte,
fragte er sich: Was für ein Mensch war Sie eigentlich?
Antworten suchte er in seinen Erinnerungen,
in ihrer Hinterlassenschaft wie Briefen, Notizen,
in Gesprächen mit Verwandten und anderen Zeugen.

 
Einzig, einzigartig, einmalig war Sie,
ein Wesen, gewachsen als ein Geschenk des Himmels
mit Wurzeln in ihrer Erde, deren Herkunft und Tiefen
er nicht ausloten konnte. Liebevoll kümmerte sie sich
um alles, was sie ins Leben pflanzte: Kinder, Trost und Zuversicht.
 
Nach langem Suchen blieb es
bei einem unvollendeten Gesamtbild.

Die Mahnung "Du sollst dir kein Bild machen...!"
sei durchaus berechtigt. Sein Trost:
Jedes Leben sei Wagnis und Abenteuer,
ein Prozess mit offenem Ende,
dessen Urteil schließlich im Jenseits ergehe.


(„Carolus“ in „poeten.de“ 30.01,2925)
 
Neues Mitglied
Registriert
27.01.25
Beiträge
4
Hallo!
 
Ich antworte Dir mit einem Auszug aus  „Vereinigung“ aus meinem Buch  „Improvisationen über Fragmente der Liebe“:
 
Nein! Ich Träume eine vereinigte. Sternförmige Gestalt, die sich und alles verbindet.
Mein Freund: Traum der vollkommenen Vereingung. Alle Welt hält ihn für unmöglich.
 
JA! Aber er besteht fort. Ich lassen nicht ab davon.
In athenischen Grabstehlen gibt es den Gatten, der geht.  Wie in einen Urlaub. Das ist mein Beweis der Existenz 
für meinen Traum.  Weil der sterblich ist, glaube ich daran.
 
Denn das einzige Unmögliche ist die Unsterblichkeit. 
 
  • Teilzeitpoet walliser
    letzte Antwort
  • 1
    Antworten
  • 113
    Aufrufe
  • Teilnehmer

Empfohlene Themen

Beliebte Themen

Oben