Feedback jeder Art windspiel

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  • Létranger
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manchmal ist da eine Regung​
wo im Netz der Spinne​
mein Leben baumelt​
 ​
vergeblich gewartet hat​
 ​
auf den Biss​
und auf den kalten Schlaf​
 ​
nicht mehr zappelt​
nur schaukelt​
ein wenig​
 
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Ach mein Freund, eben habe ich gedacht, was Charles Bukowski von so einem Gedicht halten würde.
Es liegt an uns.
Liebe Grüße
C.
 
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Ich hätte vermutet, das ist weit weg von Bukowski, und würde ihm nicht gefallen.
 
Aber ein Gedicht zum Wohlfühlen ist es ja sowieso  nicht ;-).
 
LG Lé.
 
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Ein schönes Gleichnis für das Leben, lieber Lé. 
 
Sehr gern gelesen.
Grüße von gummibaum
 
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Lieber Lé,
Mir gefällt dein Gedicht.
Ich hatte nur das Gefühl, da schwingt ein Hauch von Resignation bei. Ich wollte nicht mir dich in so einer Situation vorstellen. Spontan hätte ich gesagt "mach dieses Spinnweben kaputt!"
 
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Hallo Gummibaum, 
 
so kann man das Leben jedenfalls mal anschauen, bzw. sich in diesem Bild ein Stück weit erkennen. So ist es ja eigentlich  immer, dass wir uns versuchsweise mit dem was wir sehen identifizieren,
 
und dann, lieber Carlos, auch davon lösen und widersprechen, oder das Bild komplettieren. 
 
Das gehört für mich zum Gedicht, aber ich schreibe es ungern hinein. ;-).
 
LG Lé.
 
 
 
 
 
 
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Hallo Lé,

 
Die Einleitung mit "manchmal" ist an einer so hervorhebenden Stelle (dem Anfang) ja nicht ganz unwichtig. Bereits in der ersten Zeile wird Spannung erzeugt.
 
Wo ist da manchmal eine Regung? 
 
Die Perspektivenschwenk ins Spinnennetz verfehlt seine Wirkung nicht und das "manchmal" dreht sich zur beklemmenden Ausnahme.
 
Die  Vergangenheitsform wirft Fragen auf.
Warum gewartet hat? Ist selbst die Hoffnung auf die kalte Erlösung, die Sehnsucht nach dem Tod erloschen. 
 
Das Leben  des Lis wehrt sich nicht mehr, regt sich in seinem Lebenstrieb nur noch manchmal, aber es beginnt gelegentlich zu schaukeln, was bedeuten kann, dass sich ein kleines Gelassenheitsfenster öffnet. 
 
Es kann sich aber auch als reine Bewegung, als Windspiel entpuppen. 
Wobei sich das ja nicht immer gegenseitig ausschließen muß.
 
Wie auch immer. Ein starkes Gedicht.
 
LG,
Mi
 
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Das ist eine angenehme offene Art, den Text zu begreifen und zu deuten ;-).
 
LG Lé.
 
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Ich begreife den Text selbst, ähnlich wie Mi, als am Ende heiter befriedet.
 
Aber andererseits vielleicht auch ein Versuch, die Abwehrkräfte gegen die Winterdepression vorsorglich wach zu kitzeln ;-).
 
Schau, dass du nicht zu viel vom guten Gin erwischt - sonst wirst du weggepustet.
 
LG Lé.
 
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Hi Lé,
 
fast bin ich geneigt anzunehmen dein LI hat sich mit dem bösen Fangnetz der Spinne abgefunden.
 
Der Spinnenbiss blieb aus. Scheinbar ist die Weberin satt oder ausgezogen oder im Urlaub? Das Netz jedoch klebt weiter und lässt es nicht frei. Aber was solls, es taugt immerhin als Hängematte und zum Schaukeln... „ein wenig...“
 
Ich weiß ja nicht, ob diesem Frieden zu trauen ist...
 
Liebe Grüße
 
vom Gaukel
 
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wenns ein Traum wäre - einer, aus dem du entscheiden würdest, besser jetzt aufzuwachen? 
 
LG Lé.
 
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Hi Lè,
 
da fragst du gerade den Richtigen. Hast du ein Glück, das ich gerade vor drei Tagen meinen Master an der Sandmännchenakademie in Uppsala in DayandNightträuming gemacht habe werde.
 
Seit dem werde ich mich Doppelmoppeldreamartdirector of Solutionillusionsmanagement schimpfen werden dürfen.
 
Die Antwort lautet hier ganz klar und ohne jede Ausflucht: JaAberNurWenn!
 
Ich hoffe ich konnte weitergeholfen werden haben.
 
Liebe Grüße
 
vom Gaukel
 
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Lieber Le,
 
sehr lebendig, wider einmal!
 
Warten auf den Biss, der nicht kommt, ... wie grausam von der Spinne!
 
Kann sowohl auf das Leben als auch auf eine Beziehung bezogen werden.
 
Gefällt mir sehr gut!
 
LG N.
 
  • Létranger
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