Wortopfer ( Gebet )

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Wortopfer
 
Machst meine Träume lebend
aus der dunklen Nacht den Stern
aus meiner Angst das warme Zimmer
aus meiner Unrast das Zuhaus
 
Bist Du nah ist jede Täuschung
unterlegener Konkurrent: Versunken
tief in grauer Masse, doch verachtest Du
kein Leben, auch nicht, welches es sich nimmt
 
Hast mich erdacht, wie ich Dich suche
unter Schleiern aus Vernunft
damit ich unter ihrer Kühle schwinden darf
und mit mir mein ganzes Weh
 
Warst der Frieden, den ich fand
Du erkanntest mich in Dir
hobst mich auf, zurückgebunden, dorthin
wo die Blinden sehen: Was ist Beten ?
 
Ich bringe zu Dir meine Worte
Deine sind unausgesprochen
wie gehaucht, ich bin ein Glas,
auf dem Du Spuren hinterlässt
 
So lehrst Du Schweigen
Ist ja doch Gestammel bloß
mein Dank, mein Lob und wird’s in einem
Lächeln Deinem gleich allein vollkommen.
 
Rupert 23.9.1998
Überarbeitet 9.3.2011
 
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Hast mich erdacht, wie ich Dich suche
 
Nun, das ist wohl tatsächlich etwas unglücklich formuliert,
gemeint ist natürlich nicht, dass "Gott" mich "erdacht" hat auf dieselbe Art,
wie ich ihn suche, sondern dass er mich "suchend nach ihm" erdacht
( und quasi mit dem "Erdenken" auch geschaffen ) hat...
 
kein Leben, auch nicht, welches es sich nimmt
 
Dies ist eine Anspielung auf Suizid und was die Kirche jahrelang dazu lehrte...
ich könnte heulen, dass damit Menschen, die dem Leidensdruck nicht mehr standhielten,
quasi "doppelt bestraft" und lange Zeit nicht einmal auf ordentlichen Friedhöfen beerdigt wurden.
Das hat sich gottlob geändert. Letztes Jahr hat ein katholischer Pfarrer eine wunderbare
Beerdigung für meinen Kumpel Peter gemacht, der...
nunja, 2010 war ohnehin nicht einfach,
dieses Jahr ist es auch nicht ( siehe Ludwig Hirsch ).
 
LG
Rupert
 
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