Nur Kommentar Zeit-Bericht

Der/die Autor/in wünscht sich Rückmeldungen zum Inhalt des Textes und möchte keine Textkritik.
  • Nesselröschen
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Ich gehe durch die ganze Zeit,
von Augenblick zu Augenblick -
von Bild zu Bild, zu Bild, zu Bild.
So entsteht die Illusion „Bewegung“.
O – es sind Billionen Schichten!
Zum Irrtum bin ich stets bereit:
da sind Fallen, dort ein Trick -
und ich habe keinen Schild...
ich bin ein Opfer der Er-Regung
und ich will davon berichten!
 
Die Wirklichkeit ist gar empfunden
weil sie nichts wirklich Festes hat,
da kein Stein auf dem andern bleibt.
Dies gilt es ständig zu beachten!
Worauf kann man sich verlassen?
Die Jahre drehen ihre Runden -
Kreise werden zum Quadrat
und wer die Weltgeschichte schreibt
der will uns nach dem Leben trachten.
Es stimmen leider nur die Kassen!
 
Und da ich in „Bewegung“ bin,
das Sein an mir vorüberzieht,
bin ich auch reichlich eingeschränkt:
Bildung hilft mir nicht viel weiter,
denn meine Freiheit ist fatal:
Ich suche dauernd nach dem Sinn
in allem was mit mir geschieht -
ja, frei ist nur wer selber denkt!
Ich sitze auf der Hühnerleiter...
und ich habe keine Wahl!
 
Was passieren soll passiert!
Deine Kraft wird dir nichts nützen!
Plane ein und du wirst sehen:
Es kommt anders als du glaubst...
Da „hilft“ dir nur noch Religion!
Dann ist dein Denken kleinrasiert;
du kannst dich dämlich darauf stützen
worum sich Macht und Einfluss drehen
wenn du erblindest und ertaubst!
Verstecke dich im Quatsch-Kokon!
 
Der Schein lenkt dich mit Kapriolen
in diesem Tunnel „Wahn und Witz“!
Er wird dich schändlich Mores lehren!
Du kannst betrachten wenn du willst
und du kannst sagen was du weißt...
hast du nicht vieles schon empfohlen?!
Wo hat die Seele ihren Sitz?
Der Körper will sich nur vermehren
und wenn du deine Triebe stillst
wirst du gleich sehen was das heißt:
 
Du gehst durch deine ganze Zeit,
von Augenblick zu Augenblick -
von Bild zu Bild, zu Bild, zu Bild.
So entsteht die Illusion „Bewegung“.
O – es sind Billionen Schichten!
Zum Irrtum bist du stets bereit:
da sind Fallen, dort ein Trick -
und du hast leider keinen Schild...
du bin ein Opfer der Er-Regung!
Nun kannst du auch davon berichten!
 
Text und BIld ©Alf Glocker
 
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Autorin
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20.03.21
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Hallo, Alf,
 
inmitten der "Er-Regung", der Irrtümer, der Fallen und Tricks in einer Welt, auf der kein Stein auf dem anderen bleibt, ruht das LyrIch scheinbar in seiner Mitte (sitzt dazu noch auf der bekleckerten Hühnerleiter), stellt seine Freiheit in Frage und sucht mit viel Ironie nach dem Sinn all dessen, was sich um es herum in Bewegung befindet.
 
Wo hat die Seele ihren Sitz?


Der Körper will sich nur vermehren
 
Ich frage mich, wie viel die Erregung in einem anderen Sinn, mit der das Gedicht beginnt und endet, - wenn überhaupt - mit der Schilderung zu tun hat.
 
Das Gedicht hat viele "Schichten", und ich kann das Gefühl dahinter nur erahnen und wie ein modernes Bild im Ganzen auf mich wirken lassen.
 
Gerne gelesen!
 
LG Nesselröschen
 
  • Nesselröschen
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