Feedback jeder Art ...zeit - geschichte...

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  • Lydia J.
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Autorin
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05.01.24
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zeit-geschichte
 
durch licht
und dunkel
irrte der mensch
...bis er
stunden in schatten und
rotation an zifferblätter
bannte,
und anno fünzehnhundert
die zeit
in seine tasche steckte
 
sie entkam,
besetzte
seine handgelenke
und knechtete ihn
...er aber brach ihre zeiger...
 
sie besiegt ihn
digital,
potenziert ihre nadeln
zum chronograph daytona
und feiert
als rolexsche fessel
glänzende triumpfe...
okkupiert das handy
und herrscht
omnipräsent
 
~
 
 
Autor
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23.08.08
Beiträge
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Hallo Lydia,
die Zeit hat ihre eigene Geschichte. Auch wenn der Mensch mit immer neuen Mitteln versucht ihr auf der Spur zu bleiben. Manchmal gelingt es ihm sogar kurz -wie z. B. an Silvester mit dem Flugzeug- mit ihr Schritt zu halten.
Deine chronologische Aufzählung der Zeitmessgeräte als Versuch die Zeit festzuhalten bzw. ihre Befreiungsversuche liest sich jedenfalls spannend.
Gern gelesen und LG
Perry
 
 
Autorin
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05.01.24
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Hallo Perry,
vielen Dank für deinen Kommentar.
Das ist oft die Frage: Schritt halten oder links liegen lassen? Ich mache Fortschritte bei der zweiten Variante und das ist gut so. Weniger treiben lassen und viel mehr genießen.
 
Freue mich sehr, dass es sich gut liest. Es war für mich ein Experiment, mich an so einem Thema mit Lyrik zu versuchen.
 
LG Lydia
 
G

Guest

Gast
Hallo Lydia,
philosophisch gesehen wird unser Umgang mit der Zeit nicht zuletzt auch über das Schicksal der Menschheit entscheiden. Die Selbstoptimierung Einzelner, aber auch ganzer Gesellschaften, unser Umgang mit Zeit also,  geht nur auf Kosten von Tiefe/Tiefsinnigkeit und macht uns zu Menschen, die sich nur noch an der Oberfläche bewegen.
LG
Hollipoc  
 
Autorin
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05.01.24
Beiträge
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Hallo Hollipoc,
aus philosophischer Sicht betrachte ich Zeit eher als Krücke. Sie ist fiktiv, denn wir leben immer nur jetzt.
Ich vermute, dass du mit Selbstoptimierung eher den ausgeprägten Egoismus meinst. Auch unter diesen Menschen gibt es interessanterweise sehr tiefsinnige.
 
Ich beobachte, dass viele von uns, total termingesteuert sind und das habe ich indirekt in das Gedicht gepackt. Das Problem vieler ist, dass sie so eingespannt sind, dass sie mehr re-agieren, als agieren. Darin sehe ich das eigentliche Problem. Zu viele Aufgaben/Termine verhindern oft das Innovative. Das hat fraglos Auswirkungen auf uns alle.
 
Danke für deinen Kommentar und die Gedankenanregungen.
 
LG Lydia
 
 
  • Lydia J.
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