Moin
luginsland,
dein Text ist klein – und trifft gerade deshalb.
Diese Gegenüberstellung von Ziel und Wunsch wirkt erst schlicht,
dann öffnet sich darunter etwas sehr Existenzielles: Liebe, Selbsthalt,
Tod, Geborgenheit. Kein Umweg, keine Tarnung.
Stark ist
für mich auch der Bruch im Ton am Ende.
Nach der fast feierlichen Bitte um einen sanften Tod
kommt dieses „angeblich“ und das leise Ironische der letzten Zeilen.
Dadurch kippt der Text nicht ins Pathetische,
sondern bleibt menschlich, verletzlich, eigensinnig.
Dass die Engel „eh an meinem Bett“ sitzen,
hat etwas zugleich Trostvolles und Trotzendes –
als würde da jemand dem Dunklen mit einem schmalen, schrägen Lächeln begegnen.
Wenig Worte, viel Fallhöhe.
Gern gelesen
LG Driekes