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Wie weiter?
Das Wasser fließt noch nicht bergauf.
Die meisten Bäume stehen noch gerade.
Noch hemmen Sterne nicht
den Lauf auf ihrem Himmelspfade.
Weltweit bröckeln Fassaden,
von Häusern, von Generationen bewohnt,
jetzt von Baggern platt gemacht,
sobald sich ein Abriss...
Die Wende
Schon immer lief er ohne Acht
an deiner Seite nebenher,
von dir naiv als Glück gedacht.
Sobald Riskantes folgenlos verblieben,
hast du dies leichten Sinns
auf deinem Seelenkonto gutgeschrieben.
Du denkst, nichts ficht dich an,
machbar und positiv erscheint alles,
bist...
Der Rucksack
Ein altgedienter Rucksack,
befreit von Rückenhaft,
geht frohgemut auf Wanderschaft.
Doch an der Grenze läuft
der übermütig Olle
in eine Schweizer Zollkontrolle.
Die Grenzbeamten,
nicht aufgelegt für einen Spaß,
verlangen barsch den Reisepaß.
Doch der ist leider nicht...
Geheimnis im unendlichen Blau
Du weißt, wann du geboren,
nicht, wann dein Dasein endet,
niemals bist du verloren, wenn du
im „dunklen Drange den rechten Weg“
durchs Leben suchst.
Getragen von der Erde, beschirmt
vom Firmament, buchst du aufs Konto
deiner Seele Zeiten voller...
Perspektiven von grenzenloser Endlichkeit
Nebel, milchig dicht,
Kein Horizont.
Kein Hoffnungslicht.
Ein Morgen ohne Sicht?
Frost beißt mir
in Hände und Gesicht,
treibt mich voran
auf meinem Weg zum Gipfel.
Oben die zarten Schwingen ersten Tageslichts.
Allmählich...
Moskauer Nacht
Nachts, wenn die Theater geschlossen,
Restaurants und Nachtklubs meist zu,
zwolf Schläge der Uhr vom Spasski-Turm
des Kremls im Dunkel verhallen
und nur wenig Autolichter
durch die Straßen geistern,
zieht ein schier endloser Zug von Toten
auf den Kremlmauern...
Wandel im Herbst
Stürme reißen bunte Blätter
von den Zweigen. Wirbelnd
tanzt das Blattwerk einen Reigen,
bevor es sich zu Humus wandelt.
Bäume winden sich,
schmucklos, kahl,
peitschen mit ihren Ästen
einen ergrauten Himmel.
Mit ihrem Kampf zerfallen
Sommerfreuden in...
Zwischenbilanz
Wer senkte einst
vor deinem ersten Schrei
dir Lebensglut ins Herz,
damit du wärmst, erhitzest,
entflammst, verzehrst,
was dir das Dasein bietet?
Bisweilen fragst du dich, warum du
in deinem Leben mit Unverstand
vieles verbrannt, aber auch, warum du ...
Nach unruhiger Nacht…
durchbricht an diesem Nebeltag
die Morgensonne nirgends
der Wolken graue Schicht.
Ein kaltes Licht, das er nicht mag,
streut, kaum dem eigenen Vergessen
entronnen, erneut Gedankenfetzen
in seinen zerzausten Verstand.
Gelähmt steht er am Fenster,
suchend...
Klagen? Tanzen? Retten?
In Nord und Süd, in Ost und West
wortgleich leuchten Menetekel auf:
„Zu träg! Zu spät! Zu spät! Zu träg!“
Immer schriller nimmt das Unheil
einen unwägbaren Lauf.
In den verflossenen Jahren
schontet ihr das Klima nie.
Drum lasst alle Hoffnung fahren...
Ein Blatt rührt mich,
ich weiß nicht wie,
mit roten Adern an,
in dessen Mitte noch
das Gelb vom Sommer,
umflammt von Feuerzungen,
die unaufhaltsam es
zu Moderasche brennen.
Wärme fühl ich in Gedanken
an erlosch`ne Feuer,
an Sommerkleider, Hitze, bloße Haut,
an helle Nächte...
Frühling im Herbst
Was hat den Damm
aus Mustern und Gewohntem
allmählich so zermürbt,
dass er dem Druck der Sehnsucht
nicht mehr standgehalten?
Was überflutet mich mit Wellen
ungeahnter Zartheit, entzieht mir
Boden unter meinen Füßen,
treibt mich in einem Strom
von...
Einmal noch…
Anklänge einer Abschiedssymphonie
über nebelfeuchten Sommerträumen.
Töne herbstlich süßer Melancholie
perlen vom Tau benetzen Bäumen.
Von Tag zu Tag mehrt sich
das dunkle Moll des Wandels.
Doch einmal noch bäumt sich
die bunte Welt der Farbenklänge auf...
Abgestumpft?
Sprengkraft bewegender Worte
verpufft in lebensfernem Raum.
Die Wirkung, die sie erreichen sollen,
berührt die Empfänger kaum.
Wen? Was ändern noch unendlich
viele Bilder von Tausenden,
die von Hungersnot und Krieg
entstellt, dahingerafft, die voller Schmerz
...
Abschiedskonzert belaubter Bäume
Über märchenhafte Sommerträume
ranken sich die lichten Melodien
einer Abschiedssymphonie.
Meine Gänsehaut dabei vergess`ich nie.
Ein Chor von Engelsstimmen mischt Rot
vom Mohn mit Gelb von Ahornblättern.
Halme schaukeln im Rhythmus des Windes. ...
Nicht unantastbar
scheint die Würde von Menschen
im Schatten bürgerlichen Wohlstands,
definiert und festgelegt
durch einen minimalen Arbeitslohn.
Ein reiner Hohn für alle,
die von der Peitsche der Inflation,
Mieterhöhung, Lebensmittelpreisen,
Arbeitslast und Hektik...
Allmählicher Abschied
Das Jahr gealtert ist,
die Ernte in den Scheunen.
Auf kahlen Feldern sammeln
Krähen ihre Nahrung.
Noch einmal leuchtet mir
der Blätter Gold im Schein
der letzten Sonnenstunden auf,
um in des Herbstes Feuer
allmählich zu verglimmen,
als würde eine Hand die...
Jene
im Schatten des Gemeinwesens
sind Menschen wie wir:
arbeiten, schlafen essen, vergnügen,
fühlen sich unter der Herrschaft
mächtiger Gruppen und Einzelner
ungenügend wahrgenommen.
Nicht wenige verbergen im Kampf
um Arbeitsplatz und Niedriglohn,
von Wut und...
Ungläubige Nachbarn
In edler Anmut
blüht auf zur Winterzeit
ein Rosenstock, trotzt
Kälte, Frost und Leid,
haucht des Morgenrotes
hoffnungsvolle Farben
über feuchte Nebelschleier.
Nachbarn staunten,
nannten sein Erblühen,
Wunder, Zauberei,
fragten den Gärtner,
wie Derartiges...
Der Wehmut Ton
vibriert in bunt gefärbten Blättern.
Niemals sind sie des Sommers Lohn,
so wenig wie die Angst
vor herbstlich schlimmen Wettern.
Siehst du das Abgelebte nur
und nicht des Herbstes Korb,
gefüllt mit Frucht, betrügst du dich,
als hättest du im Leben nie...